Donnerstag, 28. März 2013

Schneller Linseneintopf

Meine Lieben,

Ostern naht, die Kochmagazine überschlagen sich wie jedes Jahr mit tollen Menüvorschlägen und Ideen für die Osterfeiertage und sicherlich rauchen auch eure kleinen grauen Zellen schon...;-)

Da wir allerdings das Glück haben zu Ostern von unseren Stammfamilien ;-) bewirtet zu werden, werde ich euch die Entscheidung was Ihr kocht nicht mit zusätzlichen Vorschlägen erschweren.

Ganz im Gegenteil. Denn wenn Ihr für die Feiertage motiviert wie Johann Lafer aufgekocht habt, dann habt Ihr euch wirklich ein schnelles, einfaches und trotzdem so unglaublich gutes Rezept für die Tage danach verdient!


And here we go...

Schneller Linseneintopf

Was Ihr braucht...
1/2 Stange Porree
2 EL Pflanzenöl
100 g Speckwürfel
300 g Rote Linsen
1 L Gemüsebrühe
1 TL getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
4 Putenfrankfurter
1 Handvoll frische Dille, Ersatzweise Petersilie oder Schnittlauch

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Den Lauch  halbieren, gründlich waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne oder einem beschichteten Topf erhitzen und darin die Speckwürfel bei mittlerer Hitze für ca. 3 Minuten hellbraun anbraten. Den Lauch und die Linsen dazu geben und für ca. 2 Minuten anbraten.

Dann die Gemüsebrühe, den Majoran und das Lorbeerblatt dazu geben und für ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist und die Linsen weich sind. Während dessen die Würstchen klein schneiden und 2 Minuten vor Ende der Kochzeit zugeben.

Zu guter Letzt die Dille klein schneiden, das Lorbeerblatt entfernen und den Eintopf mit der Dille bestreut servieren.

Ich kann nur sagen, probiert diesen Seelenschmeichler aus. Es zahlt sich wirklich aus!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Osterfest. Und bitte lasst euch nicht stressen, sondern versucht zu genießen!

Bis denne,

Bene

Montag, 25. März 2013

Champignon - Carpaccio

Meine Lieben,

ich halte jetzt nur einmal kurz Folgendes fest: Wintereinbruch mit 10 cm Schnee am 25. März 2013!!!

Ich allerdings habe beschlossen das gründlichst zu ignorieren, denn mein heutiges Rezept lässt die Sonne rein!

Gefunden habe ich es übrigens in dem wunderbaren Kochbuch "Trattoria Küche" von Antonio Carluccio und Gennaro Contaldo, das ich in meinem Blog ja auch schon das eine oder andere Mal erwähnt habe. Die beiden machen dieses Carpacchio mit frischen Steinpilzen, allerdings hatte ich die gerade nicht zur Hand. Champignons hingegen schon und auch die kann man ja roh essen, ohne sich fürchten zu müssen...;-)

Hier also das Rezept zu dem wunderbaren und sooooo einfachen

Champignon - Carpaccio

Was Ihr braucht...
6 große Champignons
Etwas Olivenöl
Getröcknetes Basilikum oder Kräuter eurer Wahl
Salz
Pfeffer

Ergibt 2 Vorspeisenportionen und dauert 10 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 5 Minuten.

Und so gehts...
Champignons mit einem leicht feuchten Küchentuch putzen, in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller auflegen. Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräuter darüber geben, 5 Minuten marinieren lassen und geniessen.

Ich wasche Champignons übrigens niemals unter fließendem Wasser, weil sie sich sonst mit Wasser voll saugen und dann auch dem ensprechend wässrig schmecken.

Wer will kann, dann auch noch etwas Parmesan über die Champignons reiben. Und am Besten passt dazu wie ich finde einfach ein gutes Vollkornbrot mit Butter. Grissini oder geröstetes Ciabatta mit Olivenöl und Knoblauch sind allerdings auch keine schlechte Wahl...;-)

In diesem Sinne, lasst die Sonne rein und viel Spaß beim Ausprobieren und Geniessen!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 21. Februar 2013

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Meine Lieben,
 
nachdem der Winter momentan ja einfach nicht gewillt ist sich zu verziehen (und das obwohl ich mir das schon so sehr wünsche!), gibt es heute wieder einmal etwas Wärmendes und Deftiges...

Ich habe ja bereits ein Gulaschrezept hier auf bensopenkitchen gepostet, wir essen aber mindestens genau so gerne Erdäpfelgulasch. Und ja meine lieben deutschen Leser, ihr könnt es natürlich auch Kartoffelgulasch nennen. Mir aber haben meine Eltern beigebracht, dass es Erdäpfel und nicht Kartoffel heißt und deshalb heißt es dann folgerichtig auch Erdäpfelgulasch...;-)

Frei nach Plachutta ist das Rezept übrigens deshalb weil ich, wie schon so oft bei der Guten Küche von Plachutta grundsätzlich dem Rezept gefolgt bin. Aber eben nur Grundsätzlich...

Hier also das Rezept zu meinem

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Was Ihr braucht...
1 kg Erdäpfel, festkochend (z.B. Ditta)
2 EL Apfelessig
2 große Zwiebel
2 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Liter Gemüsesuppe
1 EL Majoran, getrocknet
1 EL Creme fraiche
400 g Putenfrankfurter
Salz & Pfeffer nach Geschmack

Ergibt 4 Portionen und dauert 50 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten...

Erdäpfel waschen, schälen und würfelig schneiden. Das in Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, während dessen die Zwiebel schälen und klein schneiden und dann in der Pfanne für 5 Minuten glasig anschwitzen.

Dann das Paprikapulver mit den Zwiebeln vermischen und mit dem Apfelessig ablöschen. Wenn der Apfelessig verdunstet ist mit der Suppe aufgießen und die Erdäpfel, den Majoran und den Knoblauch dazu geben. Hitze reduzieren und für ca. 30 Minuten mit Deckel köcheln lassen bis die Erdäpfel weich sind.

10 Minuten vor Ende der Kochzeit die Putenfrankfurter in dünne Scheiben schneiden, gemeinsam mit dem Creme fraiche zum Gulasch geben und bei Bedarf noch einmal nachwürzen.

Als Beilage hatten wir dazu übrigens einen wunderbaren Chinakohlsalat mit einem Apfelessigdressing. Yummie!

Und solltet ihr Interesse an weiteren Erdäpfel-/Kartoffelrezepten haben, dann empfehle ich euch bei dem Küchenplausch - Event "Kartoffel - Köstlichkeit aus dunkler Erde" vorbei zu schauen. Einfach den Banner oben anklicken und hoffentlich viele spannende neue Rezepte entdecken.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und Genießen mit euren Lieben!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 7. Februar 2013

Spinat - Ricotta Cannelloni

Meine Lieben,

mit diesem Rezept verlasse ich jetzt einmal etwas das Kernthema dieses Blogs. Nämlich schnell. Manchmal ist es einfach so, dass gut Ding eben auch ein bisschen mehr Zeit braucht und dieses Rezept ist einfach so unglaublich gut, dass ich es euch nicht vorenthalten kann und will.

Und einmal ganz abgesehen davon ist Zeit ja auch immer eine sehr relative Sache. Wer sich schon einmal einen David Hasselhoff Song und direkt danach einen guten Song angehört hat, weiß wovon ich rede...;-)

Glücklicher Weise habe ich auch das Privileg unter der Woche viel Zeit mit meinen Kindern verbringen zu dürfen. Und wenn ich dann einen Halbtag mit meinen Kindern so ganz gemütlich zu Hause verbringe, läuft das Kochen bei etwas aufwändigeren Rezepten ungefähr so ab...

15 Minuten schnippeln - 1 Stunde mit den Kindern spielen - 20 Minuten gemeinsam mit den Kindern in der Küche vorbereiten - 1 Stunde Streit schlichten und/oder noch mal was spielen - 15 Minuten Essen finalisieren - 1/2 Stunde mit den Kindern aufräumen, Tisch decken und während dessen das Essen köcheln oder im Backrohr brutzeln lassen - e voilá, schon habe ich 50 Minuten Zeit zum Kochen...;-)

Und genau so habe ich das auch bei diesem Rezept gemacht, das übrigens wieder einmal leicht abgeändert vom Meister Oliver ist.

Als Tomatensauce habe ich übrigens die Reste einer Tomatensuppe vom Vortag verwendet und das hat super geklappt. Ihr könnt aber natürlich auch eine frische Sauce machen. Dazu gibts einen kleinen Exkurs im Rezept. Und wenn euch das zu mühsam ist, verwendet doch einfach mal eine fertige Tomatensauce...;-)

Hier also das Rezept zu den wunderbarsten...

Spinat - Ricotta Cannelloni

Was Ihr braucht...
500 g Cannelloni
500 g Creme fraiche
800 g (Wurzel)Spinat, frisch
250 g Ricotta
2 EL Olivenöl
4 Handvoll Parmesan
1 TL Margarine
etwas Muskatnuss
Salz


Für die Tomatensauce
400 g passierte Tomaten
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Zucker
1 Handvoll getrockneten Oregano oder Majoran

Ergibt 4 Portionen und dauert 1 Stunde und 15 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 50 Minuten.

Und so gehts...
Spinat waschen und die dicken Stängel wegschneiden. Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, eine Knoblauchzehe schälen und in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl und Margarine in der Pfanne geben und wenn die Margarine geschmolzen ist, den Knoblauch für 2 Minuten darin anbraten. Spinat mit etwas geriebener Muskatnuss dazu geben und für 5 Minuten unter ständigem Umrühren kochen bis er zusammenfällt. Dann den Spinat  in eine Schüssel heben und auskühlen lassen.

Kleiner Exkurs:
Wenn Ihr eine frische eine frische Tomatensauce machen wollt, dann ist jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen. Die zweite Knoblauchzehe schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit dem zusätzlichem Olivenöl in der noch heißen Pfanne wiederum 2 Minuten anbraten. Passierte Tomaten, die halbe Menge Wasser und die Kräuter dazu geben. Einmal kurz aufkochen, Hitze reduzieren, mit Salz und Zucker würzen und für 10-15 Minuten köcheln lassen.
Exkurs Ende...;-)

Während der Spinat auskühlt 400 g Creme fraiche, 1 Handvoll Parmesan, etwas Salz und ca. 100 ml Wasser vermischen bis Ihr eine sämige Sauce habt.

Dann den ausgekühlten Spinat ausdrücken und dabei die Flüssigkeit auffangen. Spinat, Ricotta, restliches Creme fraiche, die Spinatflüssigkeit und eine Handvoll Parmesan im Häcksler zur Cannelloni Füllung zerkleinern. Sollte die Füllung zu trocken sein, einfach noch etwas Milch dazu geben. Die Spinat-Ricotta Mischung in einen Spritzbeutel streichen und damit die Cannelloni füllen.

Nun das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen und Tomatensauce in eine ofenfeste Form füllen.
Die Cannelloni in die Tomatensauce legen, die Creme fraiche Sauce über den Cannelloni verteilen und ab ins Backrohr für 15 Minuten auf mittlerer Höhe.

Nach 15 Minuten die Cannelloni aus dem Backrohr nehmen, die restlichen zwei Handvoll Parmesan oben drauf geben und nochmals für 10 Minuten ins Backrohr, bis der Parmesan goldgelb und geschmolzen ist.

Zum Ergebnis bleibt mir nur zu sagen: La vita e bella!

In diesem Sinne viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.

Bis denne,

Bene

Freitag, 1. Februar 2013

Egg in the Hole

Meine Lieben,

wenn man kleine Kinder hat, ist ein Brunch zu Hause etwas Großartiges.

Man kann dabei Freunde treffen, ohne sich dem Stress eines Restaurantbesuches mit Kindern auszusetzen. Abgesehen davon lieben es meine Kinder mit ihren Freunden zu essen und danach mit ihnen zu spielen. Und im Idealfall haben dann sogar die Erwachsenen ein bisschen Zeit miteinander zu plaudern...;-)

Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen Rezepten, die einem Brunch etwas Besonderes verleihen. Und eben eines dieser Rezepte, mit dem ich auch meine neue Kategorie Brunch eröffne ist dieses.

Entdeckt habe ich es in dem Kochbuch "Weelicious - One family, one meal" von Cathrine McCord, die auch den wirklich empfehlenswerten Blog Weelicious rund um Essen mit Kindern betreibt. Mein Dank geht hier an Eva, die uns den Blog schon vor einiger Zeit empfohlen hat.

Den Originaltitel des Rezeptes habe ich übrigens mangels einer passenden Übersetzung beibehalten. Vorschläge wie man das Gericht übersetzt ohne gewisse Assoziationen zu wecken, nehme ich gerne entgegen...;-)))

Hier also das Rezept zu...

Egg in the Hole

Was Ihr braucht...

2 Scheiben Vollkorntoast
2 Eier, Größe M
1 TL Butter oder Margarine
Sal


Ergibt 2 Portionen und dauert 10 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 10 Minuten.

Und so gehts...
Mit einer Keksform die Mitte des Toasts ausstechen und die ausgestochenen Teile beiseite legen. Butter oder Margarine in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, die Toasts und die ausgestochenen Teilen nebeneinander  in die Pfanne geben und die Eier in die Mitte der Toast schlagen. Etwas salzen und 2-3 Minuten anbraten, bis die Unterseite der Toasts hellbraun ist.

Dann die Toast wenden und nochmals je nach Geschmack 2-5 Minuten anbraten. 
2-3 Minuten ergibt ein flüssiges Eigelb,
bei 4 Minuten wird es wachsweich und 
bei 5 Minuten sollte das Eigelb bereits fest sein.

Zu guter Letzt die Toast aus der Pfanne heben und mit dem ausgeschnittenen Teil servieren. Und glaubt mir eure (kleinen) Gäste werden staunen und es lieben...

Wirklich praktisch an dem Rezept ist auch, dass man es ohne Mühe auch in größeren Mengen zubreiten kann in dem man einfach mit mehreren Pfannen gleichzeitig arbeitet.

Und natürlich ist das Egg in the Hole nicht nur ein Frühstückshit. Meine Kinder lieben es inzwischen auch als schnelles Abendessen heiß.

Ich wünsche wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen.

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 24. Januar 2013

Cabanossi CousCous

Meine Lieben,

eigentlich wollte ich euch gleich wieder ein Brotbackrezept vorstellen, aber dann habe ich mir gedacht, der Mensch ernährt sich ja nicht nur vom Brot alleine und außerdem ist mir ein wie ich finde wirklich interessantes bis lustiges Rezept dazwischen gekommen.

Interessant deshalb weil ich die Kombination aus Buschenschank trifft Orient lustig finde und dazwischen gekommen, weil wir dieses Essen definitiv nicht auf unserer Wochenliste hatten.

Und wenn das Essen am Ende auch noch soooo gut schmeckt und wirklich schnell geht, kann ich es euch natürlich nicht vorenthalten.

Hier also das Rezept, das ich übrigens wieder einmal in der Kochzeitschrift "essen & trinken - Für jeden Tag" entdeckt habe...

Cabanossi CousCous

Was Ihr braucht...
200 g Putencabanossi
300 g CousCous
1 Zwiebel
1 Tl Paprikapulver mild
2 EL Olivenöl
2 TL Tomatenmark
200 g TK Erbsen
300 ml Wasser

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Eine große Pfanne erhitzen und während dessen die Zwiebel schälen und klein schneiden. Die Cabanossi ebenfalls in dünne Scheiben schneiden, im heißen Olivenöl kurz anbraten und dann herausnehmen. Im Bratenfett die Zwiebel glasig anschwitzen, das Tomatenmark und den Paprika dazu geben und kurz mitrösten.

Dann die Erbsen und den CousCous dazu geben, mit dem heißen Wasser ablöschen und zugedeckt für 5 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte quellen lassen.

Danach die Cabanossi dazu geben, bei Bedarf etwas salzen und fertig.

Ich habe übrigens statt Wasser Hühnerbrühe verwendet und das ganze am Ende noch mit etwas  "Schabziger Klee", meinem neunen Lieblingsgewürz von Sonnentor verfeinert. Im Originalrezept wird am Ende noch etwas frische, gehackte Petersilie dazu gegeben. Wenn ich das aber mache, essen es meine Kinder nicht mehr...;-)

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und beim Genießen mit euren Lieben.

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 10. Januar 2013

Bio Roggen Weckerl

Meine Lieben,

ich hoffe erstmal Ihr hattet alle halbwegs erholsame und friedliche Feiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht!

Und ich muss mich wieder einmal für meine Nachlässigkeit im Dezember entschuldigen. Nur ein Post ist zugegebener Weise wirklich etwas schwach. Es gibt zwar dafür wie immer zahlreiche Gründe auf die will ich aber diesmal gar nicht eingehen, sondern euch gleich ein neues Rezept liefern.

Es ist nämlich bitte so, dass mir das Christkind - jawohl, das Christkind bringt nämlich die kleinen und leichten Geschenke und der Weihnachtsmann die großen und schweren - dieses Jahr unter anderem auch ein tolles neues Kochbuch geschenkt hat. Obwohl Kochbuch eigentlich das falsche Wort , weil es bei "Drunter & Drüber" von Karen Schulz und Maren Jahnke um ein "Brotback- und Aufstrichbuch" handelt. Und in eben diesem wunderbaren Buch ist auch das heutige Rezept drinnen.

Normalerweise poste ich ja keine Rezepte, die ich zum ersten Mal ausprobiere, aber hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Und das liegt unter anderem daran, dass die Weckerl so unglaublich gut geworden sind, dass meine Kinder die ersten beiden Weckerl ohne irgendeinen Belag direkt vom Backblech weg, aufgegessen haben. Und das heißt schon was.

Darüber hinaus sind diese Weckerl auch nicht mein erster Brotbackversuch, da ich im letzten Jahr mit unserer Brotbackmaschine wöchentlich mindestens ein Brot gebacken habe. Anfangs mit fertigen Brotbackmischungen und als mir das langweilig wurde, mit eigenen Teigmischungen. Und als mir das dann auch schon zu langweilig wurde, hat das Christkind eben die super Idee gehabt mir dieses Buch zu schenken. Bin mal schon neugierig, ob das Christkind damit unsere gute alte Brotbackmaschine in Pension geschickt hat, oder nicht...;-)

So nun aber genug geschwafelt, hier das Rezept zu den...

Bio Roggen Weckerl

Was Ihr braucht...
400 g Roggenvollkornmehl
250 g Weizenmehl (Type 550)
1 1/2 TL Salz
1 Würfel frische Hefe (42 g)
1 Prise Zucker

Ergibt 8 Roggen Weckerl und dauert ca. 2 Stunden bei eine Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Die beiden Mehlsorten mit dem Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe in 400 ml lauwarmen Wasser auflösen, in die Mulde geben, mit etwas Mehl vom Rand bestäuben  und 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Danach alles entweder mit den Händen oder mit dem Knethacken in einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten und diesen ebenfalls zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Aus dem Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche einen ca. 50 cm langen Strang formen. 50 cm ist bei mir übrigens die Länge meines Unterarms inklusive meiner Hand...;-) Den Strang dann mit einem Messer in gleichmäßige Stücke teilen. Ich habe dazu zuerst den Strang halbiert und dann jeweils geviertelt.

Zu guter Letzt die Brötchen noch mit etwas Mehl bestäuben, mit Wasser einreiben und auf einem Backblech mit Backpapier für 10 Minuten rasten lassen. Und dann gehts ab ins Backrohr. 25 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180 Grad Umluft (220 Grad Ober- und Unterhitze).

Ich kann nur sagen, der Duft von frischem, selbstgemachtem Brot ist einfach unwiderstehlich, dass sich schon alleine dafür der Aufwand lohnen würde. Und wenn es dann auch noch soooo gut schmeckt, kann ich nur sagen. So muss kochen und backen sein und so macht es mich richtig glücklich.

Da ich euch in Zukunft sicherlich noch mehr Brotrezepte vorstellen werde, wird sich auch einer meiner nächsten Posts mit den Basics des Brotbackens beschäftigen. Sprich Mehltypen, Hefe vs. Sauerteig, Backtemperaturen und ähnliches.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Backen und Genießen und hoffe wirklich, dass ihr das mal ausprobiert...

Bis denne,

Bene

Montag, 10. Dezember 2012

Glühwein & Spaghetti amore

Meine Lieben,

komische Kombination, oder? Aber das hat seine Gründe...

Denn heute mache ich einmal etwas, was ich sonst nicht mache. Und zwar Eigenwerbung und das gleich zweimal. In beiden Fällen ist diese Eigenwerbung aber auch ein bischen mit Fremdwerbung verbunden und somit meiner Meinung nach entschuldbar...;-)

Von Donnerstag, den 13.12. bis Sonntag, den 16.12. wird noch jeweils ab 16.30 Uhr Glühwein nach meinem Rezept am Punschstand des Vereins ABEONA, am Kirchenplatz der Pfarre Ober St. Veit in 1130 Wien ausgeschenkt. Die Einnahmen kommen zu 100% dem Projekt "Ergänzungsheim für die Pfadfindergruppe 39" zu Gute.

Wer also a) einen guten Gühwein trinken will, b) was Gutes tun will und c) rein zufällig an einem dieser Tage in Ober St. Veit ist, ist herzlichst eingeladen vorbei zu schauen.

Daüber hinaus wird eines meiner Lieblingsrezpte in einem Kochbuch veröffentlicht. Und zwar meine Spaghetti amore. Und das kam so...

Mein Heimatbezirk hat eine recht umtriebigen Kommunikations- und Lifestyle-Plattform, die der Vernetzung von Bewohnern und Unternehmern in Hietzing dient. Und vor einigen Monaten war auf dieser Plattform ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem man Rezepte einreichen konnte die dann in einem Kochbuch mit dem wunderschönen Namen "Hietzing kocht" veröffentlich werden. Und siehe da mein Rezept wurde ausgewählt.

Das Kochbuch wird am 13.12. präsentiert. Infos wo es erhältlich ist, lasse ich euch dann noch zukommen.

Und solltet Ihr, so wie ich, noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachstessen sein, kann ich euch die Spaghetti amore nur wärmstens emfpehlen...;-)

In diesem Sinne.

Bis denne,

Bene 

Donnerstag, 29. November 2012

Faschierter Braten - Asia Style

Meine Lieben,

irgendwie habe ich das Gefühl das es momentan schon ab 14 Uhr zu dämmern beginnt. Und wenn die Tage kürzer und vor allem kälter werden, wird bei uns das Essen auch gehaltvoller, um nicht zu sagen deftiger...;-)

Und in diese Kategorie fällt eben auch dieses Rezept. In meiner Kindheit gab es den Faschierten Braten meist mit Ei und Essiggurkerln gefüllt und er hat mir immer ganz wunderbar geschmeckt. Danke Mama!

In der letzten Ausgabe von "essen & trinken - Für jeden Tag" habe ich aber eine Variante gefunden, die mich insbesondere deshalb so angelacht hat, weil sie nicht ganz so deftig daher kommt. Und ich kann nur sagen bei uns allen ist er wunderbar angekommen. Selbst meine Mama war ganz begeistert...

Daher hier nun also das Rezept zum...


Faschierter Braten - Asia Style

Was Ihr braucht...
1 kg Rindsfaschiertes (wenn möglich in Bio Qualität)
150 g Erdnusskerne (geröstet und gesalzen)
4 Scheiben VK Toast (oder 2 Semmeln vom Vortag)
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1/2 roten Paprika (oder 1 Chillischote)
2 Eier
8 EL Sojasauce
Etwas frischen Ingwer
Öl

Ergibt 8 Portionen und dauert 60 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Toastscheiben in etwas warmen Wasser einlegen. Dann die Erdnüsse im Häcksler grob zerkleinern.
Den Ingwer schälen und klein reiben. Ich nehme übrigens wirklich immer nur eine Messerspitze geriebenen Ingwer, da Ingwer beim Kochen/Braten eine beachtliche Schärfe entwickelt (siehe auch Lisas Curry mit Süßkartoffel).

Dann die Schalotten und den Knoblauch schälen und vierteln, den Paprika entkernen und grob schneiden und alles ebenfalls im Häcksler fein zerkleinern.

Als Nächstes die Toasts gut ausdrücken und mit dem Faschierten, den Eiern, den Gewürzen, den Erdnüssen und der Sojasauce mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Die Fleischmasse auf einer Arbeitsfläche zu einem Braten formen und diesen dann auf ein mit Öl eingefettetes Backblech legen.

Bei 200 Grad Umluft für 30 Minuten im unteren Drittel des Backrohrs braten. Wenn der Braten fertig ist, aus dem Backrohr nehmen, mit Alufolie bedecken und nochmals 10 Minuten ruhen lassen und zum Beispiel mit einer süßen Chillisauce servieren.

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, verwende ich bei diesem Rezept kein Salz. Das deshalb, weil die Sojasauce und die Erdnüsse ja bereits ausreichend Salz enthalten.

Als Beilagen gab es bei uns einen Kurkumareis mit Erdnüssen und einen Mango-Karotten Salat. Wobei ich zugeben muss, dass ich diesen Salat noch etwas überarbeiten muss...;-)


Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Kochen und Geniessen.

Bis denne,

Bene 

Freitag, 16. November 2012

Kürbisrisotto mit Salbeibutter

Meine Lieben,

wenn ich mich richtig erinnere, dann habe ich auf diesem Blog schon das eine oder andere Mal erwähnt, dass ich Kürbis unglaublich gerne mag...;-)

Und wie ihr sicherlich auch schon wißt, stehe ich auch richtig auf ein gutes Risotto!

Was also läge näher als diese Beiden zu kombinieren. Und das Rezept dazu habe ich in "Bei den Brunettis zu Gast" von Roberta Pianaro und Donna Leon gefunden, einem wunderbaren Kochbuch der venezianischen Küche, in dem  auch die jeweiligen Passagen aus den Brunetti Romanen zu den Rezepten zitiert werden.

Natürlich habe ich das Rezept wieder etwas abgeändert und die Salbeibutter stammt überhaupt einem anderen Rezept, das aber zumindest aus diesem Kochbuch ist...;-)

Hier als das Rezept zu dem wunderbaren...

Kürbisrisotto mit Salbeibutter

Was Ihr braucht...
Für das Risotto:
600 g Kürbisfleisch
500 g Risottoreis mit kurzer Garzeit (15-20 Minuten)
2 Schalotten
2 EL Olivenöl
1/4 Liter Gemüsebrühe
1/8 Liter Weißwein
Etwas Margarine oder Butter
2 Handvoll geriebenen Parmesan
2 Handvoll Pinienkerne
Salz

Für die Salbeibutter
6 getrocknete Salbeiblätter
3 El Butter oder Margarine
1 Handvoll Parmesan

Ergibt 6 Portionen und dauert 50 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.


Und so gehts...
Kürbis entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten ebenfalls schälen und klein schneiden. Das Olivenöl in einem großen beschichteten Topf erhitzen und darin die Schalotten mit 2 Esslöffel Wasser und etwas Salz anschwitzen bis sie schön glasig sind.

Kürbisstücke dazu geben und mit dem Wein, einem 1/4 Liter Wasser und der Gemüsebrühe für 10 Minuten köcheln lassen bis die Kürbisstücke weich sind.

Dann den Risottoreis dazu geben, mit heissem Wasser aufgiessen bis der Reis bedeckt ist und lt. Packungsangabe weich kochen. Das hat bei mir ca. 20 Minuten gedauert. Ab und an umrühren und wenn nötig noch etwas heißes Wasser dazu geben und mit Salz abschmecken.

Während dessen die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten.

In einem kleinen Topf die Margarine zum Schmelzen bringen, mit dem Parmesan und dem geriebenen getrockneten Salbei zu einer dicken Sauce einkochen und warm halten. Ihr könnt natürlich auch frischen Salbei verwenden. Den solltet Ihr dann halt wirklich sehr klein schneiden oder hacken.

Wenn der Risottoreis weich ist aber noch etwas Biss hat, vom Herd nehmen. Ungefähr 10 Margarineflocken und den Parmesan einrühren und für 5 Minuten mit Deckel rasten lassen.

Dann das Risotto auf einem großen Teller anrichten, Pinienkerne und Salbeibutter darüber und fertig.

Ich wünsche wie euch immer viel Spaß beim Nachkochen und Geniessen.

Bis denne,

Bene