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Mittwoch, 17. Juli 2013

Erdbeer Konfitüre - Grundrezept

Meine Lieben,

was tun, wenn man Erdbeer Konfitüre selbst machen will, aber eigentlich schon zu spät dran ist?

Ins Waldviertel fahren natürlich! Denn dort ist die Natur ja immer etwas später dran...;-)

Und so haben wir vor ungefähr 2 Wochen rein zufällig in der Nähe von Gföhl ein Erdbeerfeld entdeckt, das gerade zu auf uns gewartet hat. Gesagt, getan und schon waren im Nu ein paar Kilo Erdbeeren gepflückt und ganz nebenbei ungefähr ein weiteres Kilo direkt am Feld aufgegessen...

Eingekocht wurde dann spätabends und am nächsten Tag in der Früh warteten dann schon 12 Gläser herrlicher Erdbeer Konfitüre darauf verspeist zu werden.

Hier also das Grundrezept für unsere Erdbeer Konfitüre für alle Spätentschlossenen oder einfach schon fürs kommende Jahr...

Erdbeer Konfitüre - Grundrezept

Was Ihr braucht...

3 Kilo frische Erdebeeren
1 Kilo Gelierzucker 3:1
12 TL Zitronensaft
2-3 gekühlte Untertassen ;-)
Ausreichend Twist-Off Gläser

Ergibt 3 Kilo Erdbeer Konfitüre und dauert 2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 50 Minuten.


Und so gehts...
Die Untertassen in den Tiefkühler geben. Die Erdbeeren waschen und klein schneiden.
Dann den Gelierzucker zu den Erdbeeren geben, vorsichtig vermischen und verschlossen mindestens eine Stunde ruhen lassen, um den Saft zu ziehen.

Nach einer Stunde das Backrohr auf 150 Grad vorheizen und die ausgewaschenen, unverschlossenen Gläser mit den Deckeln für 10 Minuten im Backrohr sterilisieren.

Während dessen die Erdbeeren bei größer Hitze in einem Topf zum Kochen bringen, Zitronensaft zugeben und dann (lt. Packungsangabe des Gelierzuckers) für ca. 7-9 Minuten wallend kochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren!

Als nächstes einen Teelöffel der heißen Konfitüre  auf eine der gekühlten Untertassen geben und 2 Minuten warten, ob die Konfitüre bereits richtig geliert. Sollte Sie danach noch zu flüssig sein, einfach nochmals eine Minute aufkochen und die Gelierprobe wiederholen.

Wenn die Konfitüre dann richtig geliert, den Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen, die heiße Konfitüre in die Gläser füllen, verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Deckel stellen. Hier empfiehlt es sich, die Gläser auf ein feuchtes kühles Küchentuch zu stellen, damit sie nicht zerplatzen.

Zu guter Letzt die Gläser nach 5 Minuten wieder umdrehen und abkühlen lassen.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Ausprobieren  und Genießen! 

An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass ich jetzt bis Anfang August auf Urlaub bin. Ich werde versuchen meine kulinarischen Urlaubsimpressionen mit euch über facebook zu teilen und im August gibt es dann meine Urlaubsrezepte hier ganz exklusiv für euch...;-)

Ich wünsche euch sonnige Tage!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 7. Februar 2013

Spinat - Ricotta Cannelloni

Meine Lieben,

mit diesem Rezept verlasse ich jetzt einmal etwas das Kernthema dieses Blogs. Nämlich schnell. Manchmal ist es einfach so, dass gut Ding eben auch ein bisschen mehr Zeit braucht und dieses Rezept ist einfach so unglaublich gut, dass ich es euch nicht vorenthalten kann und will.

Und einmal ganz abgesehen davon ist Zeit ja auch immer eine sehr relative Sache. Wer sich schon einmal einen David Hasselhoff Song und direkt danach einen guten Song angehört hat, weiß wovon ich rede...;-)

Glücklicher Weise habe ich auch das Privileg unter der Woche viel Zeit mit meinen Kindern verbringen zu dürfen. Und wenn ich dann einen Halbtag mit meinen Kindern so ganz gemütlich zu Hause verbringe, läuft das Kochen bei etwas aufwändigeren Rezepten ungefähr so ab...

15 Minuten schnippeln - 1 Stunde mit den Kindern spielen - 20 Minuten gemeinsam mit den Kindern in der Küche vorbereiten - 1 Stunde Streit schlichten und/oder noch mal was spielen - 15 Minuten Essen finalisieren - 1/2 Stunde mit den Kindern aufräumen, Tisch decken und während dessen das Essen köcheln oder im Backrohr brutzeln lassen - e voilá, schon habe ich 50 Minuten Zeit zum Kochen...;-)

Und genau so habe ich das auch bei diesem Rezept gemacht, das übrigens wieder einmal leicht abgeändert vom Meister Oliver ist.

Als Tomatensauce habe ich übrigens die Reste einer Tomatensuppe vom Vortag verwendet und das hat super geklappt. Ihr könnt aber natürlich auch eine frische Sauce machen. Dazu gibts einen kleinen Exkurs im Rezept. Und wenn euch das zu mühsam ist, verwendet doch einfach mal eine fertige Tomatensauce...;-)

Hier also das Rezept zu den wunderbarsten...

Spinat - Ricotta Cannelloni

Was Ihr braucht...
500 g Cannelloni
500 g Creme fraiche
800 g (Wurzel)Spinat, frisch
250 g Ricotta
2 EL Olivenöl
4 Handvoll Parmesan
1 TL Margarine
etwas Muskatnuss
Salz


Für die Tomatensauce
400 g passierte Tomaten
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Zucker
1 Handvoll getrockneten Oregano oder Majoran

Ergibt 4 Portionen und dauert 1 Stunde und 15 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 50 Minuten.

Und so gehts...
Spinat waschen und die dicken Stängel wegschneiden. Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, eine Knoblauchzehe schälen und in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl und Margarine in der Pfanne geben und wenn die Margarine geschmolzen ist, den Knoblauch für 2 Minuten darin anbraten. Spinat mit etwas geriebener Muskatnuss dazu geben und für 5 Minuten unter ständigem Umrühren kochen bis er zusammenfällt. Dann den Spinat  in eine Schüssel heben und auskühlen lassen.

Kleiner Exkurs:
Wenn Ihr eine frische eine frische Tomatensauce machen wollt, dann ist jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen. Die zweite Knoblauchzehe schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit dem zusätzlichem Olivenöl in der noch heißen Pfanne wiederum 2 Minuten anbraten. Passierte Tomaten, die halbe Menge Wasser und die Kräuter dazu geben. Einmal kurz aufkochen, Hitze reduzieren, mit Salz und Zucker würzen und für 10-15 Minuten köcheln lassen.
Exkurs Ende...;-)

Während der Spinat auskühlt 400 g Creme fraiche, 1 Handvoll Parmesan, etwas Salz und ca. 100 ml Wasser vermischen bis Ihr eine sämige Sauce habt.

Dann den ausgekühlten Spinat ausdrücken und dabei die Flüssigkeit auffangen. Spinat, Ricotta, restliches Creme fraiche, die Spinatflüssigkeit und eine Handvoll Parmesan im Häcksler zur Cannelloni Füllung zerkleinern. Sollte die Füllung zu trocken sein, einfach noch etwas Milch dazu geben. Die Spinat-Ricotta Mischung in einen Spritzbeutel streichen und damit die Cannelloni füllen.

Nun das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen und Tomatensauce in eine ofenfeste Form füllen.
Die Cannelloni in die Tomatensauce legen, die Creme fraiche Sauce über den Cannelloni verteilen und ab ins Backrohr für 15 Minuten auf mittlerer Höhe.

Nach 15 Minuten die Cannelloni aus dem Backrohr nehmen, die restlichen zwei Handvoll Parmesan oben drauf geben und nochmals für 10 Minuten ins Backrohr, bis der Parmesan goldgelb und geschmolzen ist.

Zum Ergebnis bleibt mir nur zu sagen: La vita e bella!

In diesem Sinne viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 10. Januar 2013

Bio Roggen Weckerl

Meine Lieben,

ich hoffe erstmal Ihr hattet alle halbwegs erholsame und friedliche Feiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht!

Und ich muss mich wieder einmal für meine Nachlässigkeit im Dezember entschuldigen. Nur ein Post ist zugegebener Weise wirklich etwas schwach. Es gibt zwar dafür wie immer zahlreiche Gründe auf die will ich aber diesmal gar nicht eingehen, sondern euch gleich ein neues Rezept liefern.

Es ist nämlich bitte so, dass mir das Christkind - jawohl, das Christkind bringt nämlich die kleinen und leichten Geschenke und der Weihnachtsmann die großen und schweren - dieses Jahr unter anderem auch ein tolles neues Kochbuch geschenkt hat. Obwohl Kochbuch eigentlich das falsche Wort , weil es bei "Drunter & Drüber" von Karen Schulz und Maren Jahnke um ein "Brotback- und Aufstrichbuch" handelt. Und in eben diesem wunderbaren Buch ist auch das heutige Rezept drinnen.

Normalerweise poste ich ja keine Rezepte, die ich zum ersten Mal ausprobiere, aber hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Und das liegt unter anderem daran, dass die Weckerl so unglaublich gut geworden sind, dass meine Kinder die ersten beiden Weckerl ohne irgendeinen Belag direkt vom Backblech weg, aufgegessen haben. Und das heißt schon was.

Darüber hinaus sind diese Weckerl auch nicht mein erster Brotbackversuch, da ich im letzten Jahr mit unserer Brotbackmaschine wöchentlich mindestens ein Brot gebacken habe. Anfangs mit fertigen Brotbackmischungen und als mir das langweilig wurde, mit eigenen Teigmischungen. Und als mir das dann auch schon zu langweilig wurde, hat das Christkind eben die super Idee gehabt mir dieses Buch zu schenken. Bin mal schon neugierig, ob das Christkind damit unsere gute alte Brotbackmaschine in Pension geschickt hat, oder nicht...;-)

So nun aber genug geschwafelt, hier das Rezept zu den...

Bio Roggen Weckerl

Was Ihr braucht...
400 g Roggenvollkornmehl
250 g Weizenmehl (Type 550)
1 1/2 TL Salz
1 Würfel frische Hefe (42 g)
1 Prise Zucker

Ergibt 8 Roggen Weckerl und dauert ca. 2 Stunden bei eine Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Die beiden Mehlsorten mit dem Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe in 400 ml lauwarmen Wasser auflösen, in die Mulde geben, mit etwas Mehl vom Rand bestäuben  und 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Danach alles entweder mit den Händen oder mit dem Knethacken in einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten und diesen ebenfalls zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Aus dem Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche einen ca. 50 cm langen Strang formen. 50 cm ist bei mir übrigens die Länge meines Unterarms inklusive meiner Hand...;-) Den Strang dann mit einem Messer in gleichmäßige Stücke teilen. Ich habe dazu zuerst den Strang halbiert und dann jeweils geviertelt.

Zu guter Letzt die Brötchen noch mit etwas Mehl bestäuben, mit Wasser einreiben und auf einem Backblech mit Backpapier für 10 Minuten rasten lassen. Und dann gehts ab ins Backrohr. 25 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180 Grad Umluft (220 Grad Ober- und Unterhitze).

Ich kann nur sagen, der Duft von frischem, selbstgemachtem Brot ist einfach unwiderstehlich, dass sich schon alleine dafür der Aufwand lohnen würde. Und wenn es dann auch noch soooo gut schmeckt, kann ich nur sagen. So muss kochen und backen sein und so macht es mich richtig glücklich.

Da ich euch in Zukunft sicherlich noch mehr Brotrezepte vorstellen werde, wird sich auch einer meiner nächsten Posts mit den Basics des Brotbackens beschäftigen. Sprich Mehltypen, Hefe vs. Sauerteig, Backtemperaturen und ähnliches.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Backen und Genießen und hoffe wirklich, dass ihr das mal ausprobiert...

Bis denne,

Bene

Montag, 1. August 2011

Polpetti ala Pia

Meine Lieben,

ich habe es euch ja schon angekündigt, dass noch weitere Rezepte meines Kochkurses mit Pia folgen und hier kommt schon das Nächste...

Eines der Rezepte die mir Pia gezeigt hat, ist wohl einer der italienischen Klassiker überhaupt.

Polpetti. Auch bekannt als Spaghetti Meatballs oder Spaghetti mit Fleischbällchen. Ich dachte ja eigentlich, dass es da keinen großen Unterschied zu Spagehtti al ragu gibt, aber weit gefehlt. So wie Pia die Polpetti zubereitet hat, hatten sie einfach gar nicht mit den klassischen Spaghetti al ragu zu tun und schmecken einfach nur himmlisch. 

Ich habe die Polpetti jedenfalls gestern noch mal nachgekocht und die Zubereitung dauert zwar etwas länger, dafür kann man aber mit wenig zusätzlichem Zeitaufwand gleich mehrere Portionen machen. Also einfach auf Vorrat machen und einfrieren oder so wie ich für gute Freunde mitkochen...;-)

Hier also das (Basis)Rezept zu den

Polpetti ala Pia

Was Ihr braucht...
500g Rinds- oder gemischtes Faschiertes
600 ml passierte Tomaten (1 Glas)
2 Lorbeerblätter
40 g geriebenen Parmesan
75 g frisches Weißbrot
Grobes Meersalz
Etwas Mehl
3 Stängel Petersilie
1 Ei
500 g Spagehttini oder andere lange Nudeln
Reichlich bestes Olivenöl

Ergibt 4-5 Portionen und dauert 2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 45 Minuten.

Und so gehts...
Das Weißbrot mit der Rinde grob schneiden und in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser 5 Minuten einweichen.

Während dessen die Blätter von den Stängeln der Petersilie zupfen und wirklich klein schneiden. Dann das Faschierte mit der Petersilie, dem Parmesan, etwas Salz und dem Ei vermischen. Das Weißbrot ausdrücken und ebenfalls zum Fleisch geben. Die Fleischmasse mit den Händen (Hände waschen und Ringe runtergeben nicht vergessen...) ordentlich durchkneten und Fleischbällchen formen. Aus einem halben Kilo Faschiertem solltet Ihr ungefähr 20-25 Fleischbällchen formen können.rausbekommen. Die richtige Größe der Fleischbällchen liegt daher also folgerichtig so um die 20-25 g pro Bällchen...;-)

Als nächstes etwas Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche verteilen und die Fleischbällchen im Mehl wälzen. Dann einen Topf mit großer Grundfläche erhitzen und reichlich (ca. 5 mm hoch) Olivenöl rein geben. Sobald das Olivenöl heiß ist, die Fleischbällchen kurz darin anbraten, bis sie so auf der Aussenseite schön hellbraun sind. Mit den passierten Tomaten aufgiessen und nochmal die halbe Menge Wasser zu geben. Lorbeerblätter und etwas grobes Meersalz dazu geben. Einmal aufkochen lassen, Hitze so reduzieren, dass das Ganze nur mehr köchelt, Deckel drauf und mindestens eine Stunde köcheln lassen. Ab und zu umrühren und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken.

Kurz vor Ende der Kochzeit das Nudelwasser aufkochen, Salz dazu geben, Wasser nochmals aufkochen lassen und die Nudeln laut Packungsangabe al dente kochen.

Die Sauce nimmt durch die lange Kochzeit einen unglaublichen Geschmack auf, der Pias Kochleitsatz "Cucinare e pazienza" wieder nur voll bestätigt. Also nicht nervös werden, wenn die Sauce nach 20 Minuten noch immer nur hauptsächlich nach passierter Tomate schmeckt...;-)

Im Übrigen eignet sich dieses Rezept auch wunderbar zum Kochen mit (Klein)Kindern. Meine Maus, die jetzt bald 3 Jahre alt wird hat einen riesen Spaß beim Petersilblätter zupfen, Fleisch vermischen, Bällchen formen und im Mehl wälzen gehabt.

Allerdings darf man es dann mit dem Wort Bällchen nicht zu eng nehmen. Wir hatten neben meinen Bällchen auch noch Mini Burger Buns und faschierte Würstchen in der Sauce. Aber egal, solange alle Spaß hatten und es schmeckt...;-)

Als Beilage haben wir dazu übrigens ein ganz einfaches Paprikagemüse gegessen, dazu wird es aber bei Zeiten noch eine eigenen Eintrag geben.

Viel Spaß also wie immer beim Nachkochen (mit oder ohne Kindern) und Genießen.

Bis denne,

Bene

Montag, 7. März 2011

Linsensalat mit Roten Rüben & Ziegenkäse

Hallo zusammen,

diesen Winter habe ich ja schon einige Male mit Roten Rüben gekocht und nachdem wir noch immer Rote Rüben in unserem Biokistl haben, habe ich vor 2 Wochen mal ein ganz neues Rezept ausprobiert.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Dinner für Freunde" von Gordon Ramsay, das ich wie schon erwähnt dieses Jahr zu Weihnachten bekommen habe und das seitdem zu einem meiner absoluten Favourits geworden ist. 

Und da ich mir jetzt schon vorstellen kann, wie Ihr die Stirn runzelt und den fragenden Blick aufsetzt, gebe ich es gleich zu. Auch ich war anfangs etwas skeptisch. Linsen? In einem Salat? Mit Roten Rüben? Das scheint doch eine ziemlich gewagte Kombination...

Aber andererseits ist Gordon Ramsay mit 16 Michelin Sternen und 18 Restaurants weltweit nicht umsonst Englands erfolgreichster Koch. Und ja, mit diesen Erfolgen hängt er sogar locker Mister Oliver ab. Aber der hat ja aber auch noch etwas Zeit um aufzuholen und legt ausserdem laut eigener Aussage gar keinen Wert auf Michelin Sterne...;-)

Anyway. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass man so einem Mann ruhig mal vertrauen darf. Und das habe ich getan und es war definitiv kein Fehler. Die Kombination aus den verschiedenen Aromen und Texturen war einfach der Hammer, da merkt man schon, dass Herr Ramsay wirklich was von seinem Fach versteht und mit ganz feiner Klinge kocht und abschmeckt. Und deshalb habe ich bei diesem Rezept auch fürs Erste mal keine Änderungen zum Originalrezept vorgenommen. Obwohl ich schon ein, zwei Ideen fürs nächste Mal hätte...;-)

Langer Rede, kurzer Sinn. Hier also das Rezept zu Gordon Ramsay's...

Linsensalat mit Roten Rüben & Ziegenkäse

Was Ihr braucht...
600g Rote Rüben
6 Zweige Thymian
5 EL Olivenöl, extra vergine
10 EL Aceto Balsamico
250g festen Ziegenkäse
100g Karreespeck
2 Selleriestangen
2 Karotten
4 Handvoll gemischte Salatblätter
200g gelbe oder grüne Linsen
1 Handvoll frische Minze
Salz
Pfeffer

Dauert ca. 45 Minuten und ergibt 4 Portionen.


Und so gehts...
Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen. Rote Rüben gründlich waschen und 2/3 davon mit etwas Salz und der Hälfte des Thymians in eine Alufolie geben. Gut verschließen und ab damit ins Backrohr. Abhängig von der Leistung eures Backrohrs und der Größe der Roten Rüben für 30 bis 40 Minuten im Backrohr lassen, bis die Roten Rüben schön weich sind.


Während dessen die Karotten schälen und halbieren, den Speck in Streifen schneiden und gemeisnsam mit den Linsen und dem restlichen Thymian in eine Topf geben. Mit Wasser bis ca. 3 Finger breit über den Linsen aufgiessen und die Linsen lt. Packungsangabe kochen. Bei mir waren es übrigens 10 Minuten.

Die restlichen Roten Rüben (am besten mit Gummihandschuhen) schälen und mit dem Sparschäler oder einem Gurkenhobel in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl, Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer vermischen und die Roten Rüben in der Mischung für mind. 20 Minuten im Eiskasten marinieren.

Wenn die Linsen bissfest gekocht sind, die Karotten, die Thymianzweige und den Karreespeck entfernen, das restliche Wasser abgiessen und die Linsen beiseite stellen. Den Salat waschen, abtrocknen (oder schleudern) und klein schneiden und den Ziegenkäse grob reiben. Wenn Ihr keinen festen Ziegenkäse bekommen solltet, tut es auch ein Feta. Den dann einfach grob zerkrümmeln.


Die Roten Rüben aus dem Backrohr nehmen, schälen (wieder mit Gummihandschuhen) und je nach Größe vierteln oder achteln. Linsen, Salatblätter und die gebackenen sowie die marinierten Roten Rüben auf den Tellern anrichten und zu guter Letzt den Ziegenkäse und die frische Minze darüber streuen.


Ich kann nur sagen der Salat macht nicht nur optisch echt was her, sondern schmeckt auch, wie schon erwähnt unfassbar gut und ist den Aufwand definitiv wert.


Als Beilage empfehle ich ein Vollkorn Baguette. Wir hatten zwar keines, aber die Erkenntniss, dass es super dazu passen würde...;-)


Viel Spaß also beim Nachkochen und vorallem beim Geniessen!


Bis denne,


Bene

Montag, 31. Januar 2011

Bens Spaghetti Amore

Hallo zusammen,

nun ist es also passiert! Vor genau einem Jahr habe ich meine ersten Eintrag online gestellt und das heißt...

BENSOPENKITCHEN feiert heute den ersten Geburtstag!

Daher möchte ich mich an dieser Stelle mal bedanken...

Bei euch da draussen in den undendlichen Weiten des www, die bensopenkitchen verfolgen, kommentieren und mich damit immer wieder inspirieren. Ich hoffe es macht euch genau so viel Spass wie mir!

Und natürlich bei meiner Familie, die immer wieder Testesser für meine Experimente sind, warten müssen, wenn ich unbedingt fotografieren muss und geduldig meine Exkurse zu den Themen Essen und Kochen über sich ergehen lassen. Ohne euch ginge das alles gar nicht!

Und diesem Anlass entsprechend habe ich mir für den heutigen Eintrag ein wirkliches Special aufgehoben.

Dieses Rezept ist einfach der Hit und steht bei uns schon seit Jahren als unser absolutes Lieblingsessen auf dem Speiseplan. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dieses Gericht mein "signature dish" ist.

Wenn also einer von euch mal seine Lieben so richtig verwöhnen will, eine besonderen Anlass zu feiern hat oder einfach mal ein romantisches Candle Light Dinner für seine bessere Hälfte plant, PROBIERT DAS BITTE AUS!  Denn nicht umsonst heißt diese Pasta... 

Bens Spaghetti Amore

Was Ihr braucht...
50g frischen Basilikum
500g VK Spaghetti oder Linguine
1/2 grüne Paprika
1 Knoblauchzehe
3 EL Pininenkerne
3 EL frisch geriebenen Parmesan
Saft von einer Zitrone
120 ml Olivenöl, extra vergine
4 EL Agavensirup (oder Honig)
120 ml Gemüsebrühe
1/4 L Schlagobers
Salz
Weissen Pfeffer, gemahlen

Dauert ca. 40 Minuten und ergibt 4 Portionen.

Und so gehts...
Das Wasser für die Nudeln in einem großen Topf aufsetzen. In einer beschichteten Pfanne die Pininekerne ohne Öl bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. Das Basilikum waschen und die Blätter von den Stängeln zupfen. Ein paar schöne Blätter zur Dekoration zur Seite legen. Den Paprika entkernen und grob würfeln. Die Knoblauchzehe schälen und klein schneiden. Dann Basilikum, Paprika, Parmesan, Olivenöl, Agavensirup, Zitronensaft, die angebratenen Pinienkerne und den Knoblauch in ein hohes Plastikgefäß geben und mit dem Mixstab zu einer Paste pürieren.

Als nächstes die Basilikumpaste, die Gemüsebrühe und das Schlagobers in einer großen Pfanne vermischen, leicht salzen, einmal kurz aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme für ca. 20 Minuten einkochen lassen. Am Ende mit etwas weissem Pfeffer abschmecken.

Während die Sauce vor sich hinköchelt, das bereits kochende Nudelwasser salzen, nochmal aufkochen lassen und 10 Minuten vor Ende der Kochzeit die Nudeln ins Wasser geben. Wenn die Sauce fertig ist, die Nudeln abgiessen (bitte nicht abschrecken!) und in der Pfanne mit der Sauce vermischen.

Mit den restlichen Basilikumblättern dekorieren und mit grob geriebenem Parmesan bestreut in tiefen Pastatellern servieren

Ich kann nur sagen, wir staunen noch immer jedes einzelne Mal über diese unglaubliche Geschmacksexplosion...;-)

Ich wünsche euch wie immer gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachkochen und freue mich schon auf das nächste Jahr mit euch!

Bis denne,

Bene

Dienstag, 21. Dezember 2010

Gemüsecurry Rogan Josh

Hallo zusammen,

wenn man sich meine Rezepte mal so durchschaut, fällt auf dass wir extrem viel Curry essen. Und warum auch nicht. Schmeckt ja schließlich weltklasse und man es ungefähr auf eintausend unterschiedliche Arten zubereiten.

Die Idee zu diesem Curry stammt aus Jamie Olivers neuem Kochbuch "30-Minute Meals". Wie die meisten Kochbücher von Jamie ist auch dieses Kochbuch eine tolle Inspirationsquelle. 

Allerdings sei hier auch mal eine kleine Kritik am Meister erlaubt...;-)

Die Rezepte, die wir bis jetzt ausprobiert haben waren wirklich meilenweit davon entfernt in 30 Minuten fertig zu sein. Und das obwohl wir jetzt nicht die totalen Kochanfänger sind, an die sich das Buch anscheinend wendet.

Und abgesehen davon bin ich wahrscheinlich überhaupt nicht die Zielgruppe für dieses Kochbuch. Ich koche ja um abzuschalten und brauche den Stress eines Zeitlimits beim Kochen überhaupt nicht. Und abgesehen davon brauchen viele Speisen wie auch eben dieses Curry einfach genügend Zeit zum Köcheln, um den vollen Geschmack entfalten zu können. Ganz Slow Food eben...;-)

Anyway, was dabei rausgekommen ist, war dann aber wirklich sehr, sehr gut und wird noch öfters bei uns auf Tisch kommen.

Ich habe das Rezept insofern abgewandelt, als ich Tofu statt Kürbis genommen habe. Die Kürbissaison war nämlich gerade vorbei, als ich es zum ersten Mal gekocht habe. Ich habe das Curry auch dann gleich vorgestern ein zweites Mal im Rahmen einer Familienfeier gemacht und nachdem der Gefeierte (nochmal alles Gute, Danny) das Rezept unbedingt haben wollte, habe ich es natürlich sofort verfügbar gemacht...;-)

Pataks Curry Pasten kann ich Euch übrigens sehr empfehlen. Erhältlich sind die bei uns in jedem gut sortierten Asialaden für um die € 3,- pro Glas, das dann für ungefähr 8 Portionen reicht. Die Naan Fladen erhaltet Ihr ebenfalls im Asialaden, sowie in gut sortierten Supermärkten.

Hier also das Rezept zu unserem...

Gemüsecurry Rogan Josh

Was Ihr braucht...
3 große Karotten
3 Knoblauchzehen
1 Dose Kichererbsen (400g)
500g Mangold oder Spinat
400g Tofu (ich habe Mandel-Nuss-Tofu verwendet)
1 EL Kurkuma
1/4 Bund Koriander
1/4 Bund Petersilie
1/2 rote Paprika
1 HV Mandelblättchen oder-stifte
1 EL Olivenöl
1 EL Diätmargarine
3 EL Tomatenmark
1/2 Glas Pataks "Rogan Josh Curry Paste"
1 L Wasser
Salz
500g Naturjoghurt
6 Naan Fladen

Dauert 45 Minuten sowie weitere 45 Minuten Kochzeit und ergibt 4 Portionen.

Und so gehts...
Mangold/Spinat waschen, abtrocknen und mit den Stängeln in Streifen schneiden. Die Karotten und den Knoblauch schälen und ebenfalls klein schneiden.

Eine große Pfanne erhitzen, Olivenöl und Diätmargarine in die heisse Pfanne geben. Wenn die Butter geschmolzen ist, Knoblauch, Karotten und Mangold in die Pfanne geben und für 10 Minuten bei mittlerer Hitze mit Deckel dünsten bis der Mangold "zusammen gefallen" ist.

Während dessen den Tofu und den roten Paprika würfeln, den Koriander und die Petersilie mit den Stielen klein hacken und alles in einen großen Topf (mind. 5 Liter) geben. Die Kichererbsen (mit der Flüssigkeit) und das Mangoldgemüse ebenfalls rein in den Topf. Mit Wasser aufgiessen und die Currypaste, den Kurkuma und das Tomatenmark zugeben.

Dann einmal aufkochen lassen und für 45 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Nach Geschmack salzen.

Mit den Mandelblättchen bestreut und dem Naturjoghurt sowie den Naan Fladen servieren. Wer will kann auch ein paar Korianderblätter aufheben und auf das Curry geben. Ich finde allerdings, dass dann der doch sehr intensive Koriandergeschmack, den Gemschmack des Currys zu stark überdeckt.

Beim ersten Versuch habe zusätzlich noch das im Kochbuch vorgeschlagene Zitronen-Relish gemacht, das hat aber so grausam geschmeckt, dass ich darüber gar keine Worte verlieren möchte. Schließlich geht es hier ja um gutes Essen...;-)

Wenn also jemand einen Vorschlag zu einem dazu passenden und guten Relish hat, wäre ich sehr daran interessiert.

In diesem Sinne viel Spaß beim Nachkochen und Geniessen eines weiteren wirklich guten Currys.

Bis denne,

Bene