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Donnerstag, 28. März 2013

Schneller Linseneintopf

Meine Lieben,

Ostern naht, die Kochmagazine überschlagen sich wie jedes Jahr mit tollen Menüvorschlägen und Ideen für die Osterfeiertage und sicherlich rauchen auch eure kleinen grauen Zellen schon...;-)

Da wir allerdings das Glück haben zu Ostern von unseren Stammfamilien ;-) bewirtet zu werden, werde ich euch die Entscheidung was Ihr kocht nicht mit zusätzlichen Vorschlägen erschweren.

Ganz im Gegenteil. Denn wenn Ihr für die Feiertage motiviert wie Johann Lafer aufgekocht habt, dann habt Ihr euch wirklich ein schnelles, einfaches und trotzdem so unglaublich gutes Rezept für die Tage danach verdient!


And here we go...

Schneller Linseneintopf

Was Ihr braucht...
1/2 Stange Porree
2 EL Pflanzenöl
100 g Speckwürfel
300 g Rote Linsen
1 L Gemüsebrühe
1 TL getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
4 Putenfrankfurter
1 Handvoll frische Dille, Ersatzweise Petersilie oder Schnittlauch

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Den Lauch  halbieren, gründlich waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne oder einem beschichteten Topf erhitzen und darin die Speckwürfel bei mittlerer Hitze für ca. 3 Minuten hellbraun anbraten. Den Lauch und die Linsen dazu geben und für ca. 2 Minuten anbraten.

Dann die Gemüsebrühe, den Majoran und das Lorbeerblatt dazu geben und für ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist und die Linsen weich sind. Während dessen die Würstchen klein schneiden und 2 Minuten vor Ende der Kochzeit zugeben.

Zu guter Letzt die Dille klein schneiden, das Lorbeerblatt entfernen und den Eintopf mit der Dille bestreut servieren.

Ich kann nur sagen, probiert diesen Seelenschmeichler aus. Es zahlt sich wirklich aus!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Osterfest. Und bitte lasst euch nicht stressen, sondern versucht zu genießen!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 21. Februar 2013

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Meine Lieben,
 
nachdem der Winter momentan ja einfach nicht gewillt ist sich zu verziehen (und das obwohl ich mir das schon so sehr wünsche!), gibt es heute wieder einmal etwas Wärmendes und Deftiges...

Ich habe ja bereits ein Gulaschrezept hier auf bensopenkitchen gepostet, wir essen aber mindestens genau so gerne Erdäpfelgulasch. Und ja meine lieben deutschen Leser, ihr könnt es natürlich auch Kartoffelgulasch nennen. Mir aber haben meine Eltern beigebracht, dass es Erdäpfel und nicht Kartoffel heißt und deshalb heißt es dann folgerichtig auch Erdäpfelgulasch...;-)

Frei nach Plachutta ist das Rezept übrigens deshalb weil ich, wie schon so oft bei der Guten Küche von Plachutta grundsätzlich dem Rezept gefolgt bin. Aber eben nur Grundsätzlich...

Hier also das Rezept zu meinem

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Was Ihr braucht...
1 kg Erdäpfel, festkochend (z.B. Ditta)
2 EL Apfelessig
2 große Zwiebel
2 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Liter Gemüsesuppe
1 EL Majoran, getrocknet
1 EL Creme fraiche
400 g Putenfrankfurter
Salz & Pfeffer nach Geschmack

Ergibt 4 Portionen und dauert 50 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten...

Erdäpfel waschen, schälen und würfelig schneiden. Das in Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, während dessen die Zwiebel schälen und klein schneiden und dann in der Pfanne für 5 Minuten glasig anschwitzen.

Dann das Paprikapulver mit den Zwiebeln vermischen und mit dem Apfelessig ablöschen. Wenn der Apfelessig verdunstet ist mit der Suppe aufgießen und die Erdäpfel, den Majoran und den Knoblauch dazu geben. Hitze reduzieren und für ca. 30 Minuten mit Deckel köcheln lassen bis die Erdäpfel weich sind.

10 Minuten vor Ende der Kochzeit die Putenfrankfurter in dünne Scheiben schneiden, gemeinsam mit dem Creme fraiche zum Gulasch geben und bei Bedarf noch einmal nachwürzen.

Als Beilage hatten wir dazu übrigens einen wunderbaren Chinakohlsalat mit einem Apfelessigdressing. Yummie!

Und solltet ihr Interesse an weiteren Erdäpfel-/Kartoffelrezepten haben, dann empfehle ich euch bei dem Küchenplausch - Event "Kartoffel - Köstlichkeit aus dunkler Erde" vorbei zu schauen. Einfach den Banner oben anklicken und hoffentlich viele spannende neue Rezepte entdecken.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und Genießen mit euren Lieben!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 24. Januar 2013

Cabanossi CousCous

Meine Lieben,

eigentlich wollte ich euch gleich wieder ein Brotbackrezept vorstellen, aber dann habe ich mir gedacht, der Mensch ernährt sich ja nicht nur vom Brot alleine und außerdem ist mir ein wie ich finde wirklich interessantes bis lustiges Rezept dazwischen gekommen.

Interessant deshalb weil ich die Kombination aus Buschenschank trifft Orient lustig finde und dazwischen gekommen, weil wir dieses Essen definitiv nicht auf unserer Wochenliste hatten.

Und wenn das Essen am Ende auch noch soooo gut schmeckt und wirklich schnell geht, kann ich es euch natürlich nicht vorenthalten.

Hier also das Rezept, das ich übrigens wieder einmal in der Kochzeitschrift "essen & trinken - Für jeden Tag" entdeckt habe...

Cabanossi CousCous

Was Ihr braucht...
200 g Putencabanossi
300 g CousCous
1 Zwiebel
1 Tl Paprikapulver mild
2 EL Olivenöl
2 TL Tomatenmark
200 g TK Erbsen
300 ml Wasser

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Eine große Pfanne erhitzen und während dessen die Zwiebel schälen und klein schneiden. Die Cabanossi ebenfalls in dünne Scheiben schneiden, im heißen Olivenöl kurz anbraten und dann herausnehmen. Im Bratenfett die Zwiebel glasig anschwitzen, das Tomatenmark und den Paprika dazu geben und kurz mitrösten.

Dann die Erbsen und den CousCous dazu geben, mit dem heißen Wasser ablöschen und zugedeckt für 5 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte quellen lassen.

Danach die Cabanossi dazu geben, bei Bedarf etwas salzen und fertig.

Ich habe übrigens statt Wasser Hühnerbrühe verwendet und das ganze am Ende noch mit etwas  "Schabziger Klee", meinem neunen Lieblingsgewürz von Sonnentor verfeinert. Im Originalrezept wird am Ende noch etwas frische, gehackte Petersilie dazu gegeben. Wenn ich das aber mache, essen es meine Kinder nicht mehr...;-)

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und beim Genießen mit euren Lieben.

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 29. November 2012

Faschierter Braten - Asia Style

Meine Lieben,

irgendwie habe ich das Gefühl das es momentan schon ab 14 Uhr zu dämmern beginnt. Und wenn die Tage kürzer und vor allem kälter werden, wird bei uns das Essen auch gehaltvoller, um nicht zu sagen deftiger...;-)

Und in diese Kategorie fällt eben auch dieses Rezept. In meiner Kindheit gab es den Faschierten Braten meist mit Ei und Essiggurkerln gefüllt und er hat mir immer ganz wunderbar geschmeckt. Danke Mama!

In der letzten Ausgabe von "essen & trinken - Für jeden Tag" habe ich aber eine Variante gefunden, die mich insbesondere deshalb so angelacht hat, weil sie nicht ganz so deftig daher kommt. Und ich kann nur sagen bei uns allen ist er wunderbar angekommen. Selbst meine Mama war ganz begeistert...

Daher hier nun also das Rezept zum...


Faschierter Braten - Asia Style

Was Ihr braucht...
1 kg Rindsfaschiertes (wenn möglich in Bio Qualität)
150 g Erdnusskerne (geröstet und gesalzen)
4 Scheiben VK Toast (oder 2 Semmeln vom Vortag)
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1/2 roten Paprika (oder 1 Chillischote)
2 Eier
8 EL Sojasauce
Etwas frischen Ingwer
Öl

Ergibt 8 Portionen und dauert 60 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Toastscheiben in etwas warmen Wasser einlegen. Dann die Erdnüsse im Häcksler grob zerkleinern.
Den Ingwer schälen und klein reiben. Ich nehme übrigens wirklich immer nur eine Messerspitze geriebenen Ingwer, da Ingwer beim Kochen/Braten eine beachtliche Schärfe entwickelt (siehe auch Lisas Curry mit Süßkartoffel).

Dann die Schalotten und den Knoblauch schälen und vierteln, den Paprika entkernen und grob schneiden und alles ebenfalls im Häcksler fein zerkleinern.

Als Nächstes die Toasts gut ausdrücken und mit dem Faschierten, den Eiern, den Gewürzen, den Erdnüssen und der Sojasauce mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Die Fleischmasse auf einer Arbeitsfläche zu einem Braten formen und diesen dann auf ein mit Öl eingefettetes Backblech legen.

Bei 200 Grad Umluft für 30 Minuten im unteren Drittel des Backrohrs braten. Wenn der Braten fertig ist, aus dem Backrohr nehmen, mit Alufolie bedecken und nochmals 10 Minuten ruhen lassen und zum Beispiel mit einer süßen Chillisauce servieren.

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, verwende ich bei diesem Rezept kein Salz. Das deshalb, weil die Sojasauce und die Erdnüsse ja bereits ausreichend Salz enthalten.

Als Beilagen gab es bei uns einen Kurkumareis mit Erdnüssen und einen Mango-Karotten Salat. Wobei ich zugeben muss, dass ich diesen Salat noch etwas überarbeiten muss...;-)


Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Kochen und Geniessen.

Bis denne,

Bene 

Mittwoch, 26. September 2012

Lisas Curry mit Süßkartoffel

Meine Lieben,

wie ihr sicherlich schon wisst, habe ich ja bereits 2 Kinder. Aber nichts desto trotz ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis ein neues Mitglied in der Familie begrüßen zu dürfen. Ich bin nämlich jetzt auch noch Onkel geworden. Und zwar von der süßen kleinen Lisa, die letztes Wochenende genau am Geburtstag meiner Tochter das Licht der Welt erblickt hat.

Nun ist es nicht aber so, dass ich gleich jedem Neugeborenen in unserer Familie ein Rezept widme, aber diese Rezept hier hat definitiv etwas mit der jungen Dame zu tun, denn es begab sich wie folgt...

Noch letzten Freitag hatte es sich Lisa ganz brav und etwas zu geduldig in Mamas Bauch gemütlich gemacht gehabt. Zu geduldig deshalb, weil seit dem errechneten Geburtstermin schon einige Tage vergangen waren. An diesem Freitag haben wir dann bei uns zu Hause den Geburtstag meiner Tochter gefeiert, bei dem natürlich auch Lisa, ihre Mama und ihr Papa bei uns eingeladen waren. Und als Abendessen gab es eben für alle Gäste diese Curry. So weit so gut.

Anscheinend hat es aber nicht nur allen wunderbar geschmeckt, sondern die junge Dame beschloss auch wenige Stunden später, sich nun doch endlich in eine Welt mit so wundervollem Essen zu begeben. Nun gut, wahrscheinlich war es nicht nur wegen meinem Curry, sondern auch wegen der wundervollen Eltern. Aber ich erlaube mir doch zu glauben, dass mein Curry und der reichlich darin enthaltene Ingwer auch ihren Beitrag dazu geleistet haben...;-)

Hier also das Rezept zu dem Curry, das von nun an immer mit Lisa verbunden sein wird. Ich hoffe übrigens es schmeckt Ihr auch, wenn sie dann mal so weit is(s)t...

Lisas Curry mit Süßkartoffel

Was Ihr braucht...
700 g Schweinslungenbraten oder Hühnerfleisch
800 g Süßkartoffel
500 ml Kokosmilch (light)
250 ml Gemüsebrühe
2 TL Creme fraiche
2 EL Pataks Biryani Curry Paste
1 EL Pflanzenöl
1 große Zwiebel
1 daumennagel großes Stück frischen Ingwer
1 Bund Petersil
4 EL mildes Currypulver
2 TL Korianderpulver
2 Handvoll Kokosraspel
1-2 EL Salz

Ergibt 8 Portionen und dauert 40 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.

Und so gehts...
Zwiebel und Ingwer schälen und klein würfeln. Auch die Süßkartoffel schälen und in ca 2 x 2 cm große Würfel schneiden.

Dann das Öl in einem beschichteten Toppf auf mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Currypaste darin für ca. 1 Minuten anbraten, Zwiebel und Ingwer hinzufügen und für weitere 2-3 Minuten in der Currypaste anschwitzen. Anschließend die Süßkartoffel, die Kokosmilch, das Creme fraiche und die Gemüsebrühe in den den Topf geben, mit Currypulver, Salz und Korianderpulver würzen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffel gerade mal bissfest sind.

Während dessen Fleisch und den Petersil klein schneiden. Nun noch das Fleisch und die Kokosraspel zum Curry geben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch schön butterweich ist. Vor dem Servieren noch schnell mit dem Petersil bestreuen und fertig.

Als Beilage haben wir dazu übrigens Reis gegessen. Abhängig von der Kochzeit und -methode solltet Ihr dann halt nicht vergessen den Reis auch aufzustellen...;-)

Und sollte euch das Curry zu scharf werden, serviert einfach etwas Naturjoghurt dazu. Das neutralisiert die Schärfe und passt darüber hinaus auch ganz wunderbar.

Wie immer an dieser Stelle wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren und Geniessen.

Bis denne,

Bene

Mittwoch, 8. August 2012

Bens Sweet Chilli

Meine Lieben,

man kann sich ja nicht die ganze Zeit von Steinobst und Salat ernähren...;-)

Und deshalb habe ich heute wieder einmal ein richtiges "Soulfood" Rezept für euch.

Chilli haben meine Frau und ich ja schon immer wahnsinnig gerne gegessen. Und wie jeder selbstbewusste Mann (Arr, arr, arr...) war ich natürlich zutiefst davon überzeugt, dass mein Chilli das Beste der Welt ist und sich sogar die Mexikaner von mir noch was abschauen können...;-)))
 
Aber als dann meine Kinder begannen mit uns gemeinsam zu essen, haben sich die Anforderungen an mein Chilli ein klein wenig geändert. Sprich weg von "Verdammt, dass brennt einem ja die Zunge weg!" hin zu "Papa, meeeeeeehr!".

Also habe ich begonnen zu experimentieren und zwar hauptsächlich ohne Chillischoten, dafür aber mit mehr oder weniger Kakao. Und wenn in der von mir so sehr geschätzten Zeitschrift "Essen & Trinken" es als Qualitätskriterium gilt, dass jedes Rezept mindestens dreimal gekocht wird bevor es im Heft veröffentlicht wird, ja dann kann mein Sweet Chilli einfach nur unglaublich gut sein. Denn bevor ich es euch hier und heute präsentiere, habe ich es bereits gefühlte 300 Mal und realistische 30 Mal gekocht...;-)

Hier also das Rezept zu...

Bens Sweet Chilli

Was Ihr braucht...
1 kg Faschiertes vom Rind in Bio Qualität
1 Glas passierte Tomaten á 600 ml
1 Dose gewürfelte Tomaten á 250 g
4 TL Salz
6 EL Instantkakao
1 Zimtstange
6 EL Paprikapulver, edelsüß
3 EL Ketchup
2 Dosen Kidneybohnen á 250 g
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
1 EL Diätmargarine
200 ml Wasser
2 El getrocknete mediterrane Kräuter
2 TL Tomatenmark
3 EL Aceto Balsamico
4 Lorbeerblätter
2 Rosmarinzweige

Ergibt 8 Portionen und dauert 1 1/2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.

Und so gehts...
Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Einen großen beschichteten Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Olivenöl und Margarine in die Pfanne geben. Wenn die Margarine geschmolzen ist, die Zwiebel darin glasig anschwitzen, die gepresste Knoblauchzehe, das Faschierte, das Paprikapulver, die Kräuter, das Tomatenmark sowie 2 TL Salz dazu geben und anbraten bis das Faschierte schön durch ist.

Dann die restlichen Zutaten, mit Ausnahme der Rosmarinzweige in den Topf geben, die Hitze auf Stufe 2-3 von 10 reduzieren, einmal kräftig umrühren und dann für eine Stunde köcheln lassen. Die Kidneybohnen aus der Dose solltet Ihr übrigens vor der Verwendung abgießen und einmal kurz abspülen. 

15 Minuten vor Ende der Kochzeit noch die beiden Rosmarinzweige zum Chilli geben. Am Ende der Kochzeit dann noch die Lorbeerblätter, die Zimtstangen und die Rosmarinzweige aus dem Chilli fischen und fertig.

Wer will kann natürlich auch noch 250 g Mais in euer Chilli geben. Ich persönlich will allerdings nicht, da ich Mais nicht so gut vertrage. Als Beilage dazu essen wir meistens Weiß- oder Fladenbrot.

Und wie es aussieht, wenn mein Jüngster dann reinhaut, seht Ihr hier...;-)

In diesem Sinne wünsche ich euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und "Reinhauen".

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 5. Juli 2012

Schnelles Taboulé, frei nach Donna Hay

Meine Lieben,

es ist heiß, und zwar verdammt heiß! Und deshalb bleibt bei uns auch momentan der Herd kalt. Basta!

Daher möchte ich euch in diesem Post auch ein Rezept vorstellen, bei dem Ihr genau nur den Wasserkocher benötigt...;-)

Und eine nette Geschichte aus dem "Bloggerversum" gibt es zu diesem Rezept auch noch.

Vor ein paar Tagen hat nämlich die von von überaus geschätze Blogger-Kollegin von thx4cooking auf facebook Vorschläge für ein Catering ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres gesucht. Und der am öftestens genannte Vorschlag war Taboulé.

Und da ich erstens selbst schon oft das schnelle Taboulé aus Donna Hays "Keine Zeit zum Kochen" gemacht habe, es zweitens aber bis jetzt noch nicht gepostet hatte und es drittens auch diese Woche verdammt heiß hier in Wien ist, habe ich gestern einfach wieder einmal ein Taboulé gemacht...

Hier daher also das Rezept und bitte schaut doch mal auf thx4cooking vorbei. Ich verspreche euch, es zahlt sich wirklich aus!

Schnelles Taboulé, frei nach Donna Hay

Was Ihr braucht...
250 g Bulgur
700 ml Wasser
200 g Putenschinken, im Stück
2 Schalotten oder Frühlingszwiebel
15 Cherrytomaten
100 g grüne Oliven, entsteint
1 Handvoll Minze
1 Handvoll Petersilie
6 El Olivenöl
Saft und Abrieb von einer Limette (oder Zitrone)
Salz

Ergibt 4 Portionen und dauert 25 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Das Wasser in einem Wasserkocher zum Kochen bringen. Während dessen den Bulgur unter kaltem Wasser in einem Sieb abspülen. Dann den Bulgur in einer Schüssel im heissen Wasser für ca. 20 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Putenschinken in kleine Würfel schneiden, die Cherrytomaten vierteln, die Schalotten schälen und genauso wie die Minze und die Petersilie möglichst klein schneiden. Die Oliven lasse ich ganz, ihr könnt sie aber natürlich auch gerne halbieren.

Dann noch das Olivenöl in einem verschließbaren Glas mit dem Saft der Limette sowie etwas Salz vermischen. Deckel drauf und einmal ordentlich durchschütteln.

Wenn der Bulgur das Wasser aufgesogen hat, die restlichen Zutaten dazu geben, mit dem Dressing vermischen und mit etwas Salz abschmecken. Ich verwende dazu mein selbstgemachtes Orangensalz, es funktioniert aber natürlich auch mit jedem anderen Salz.

Wunderbar passen dazu übrigens Fladenbrot sowie selbstgemachter Humus.

Ich hoffe euch schmeckt das Ganze dann genau so gut wie uns und wünsche euch wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und Geniessen!

Bis denne,

Bene

Mittwoch, 27. Juni 2012

Pasta mit Erbsen, Schinken und Minze

Meine Lieben,

jetzt muss ich erstmal ordentlich durchschnaufen, denn es gibt Monate die haben es in sich. Und in meinem Fall sind das meistens der Juni und der Dezember. Im Juni will/muss noch alles erledigt werden, was vor der Urlaubszeit anfällt und über den Dezember müssen wir ja eh nicht groß sprechen...;-)

Und diesen Juni war irgendwie so viel los, dass ich kaum mit dem Kochen, geschweige denn mit dem Posten nachgekommen bin. 

Aber jetzt wo sich das Monat dem Ende zuneigt, habe ich wieder ein bisschen mehr Luft und  möchte euch daher ein Rezept vorstellen, das sehr oft in meinen Essenslisten vorkommt und das eigentlich das Lieblingsessen meiner Kinder ist. Und um ehrlich zu sein, hauen wir Erwachsenen auch immer oderntlich rein...;-)

Das Rezept habe definitiv nicht ich erfunden, es findet sich in vielen Kochbüchern in leicht unterschiedlichen Varianten wieder. So zum Beispiel in Jamie Olivers "Kochschule" oder in Gordon Ramsays "Schnelle Sterneküche".

Und das nicht ohne Grund. Denn diese Pasta geht schnell und schmeckt einfach unglaublich gut. Die Mengen habe ich übrigens wieder einmal ein bisschen nach unserem Gusto abgeändert. Das liegt in diesem Fall daran, dass wir gerne etwas mehr Sauce haben, als dies in den Originalrezepten der Fall ist.

Hier nun also das Rezept zur...

Pasta mit Erbsen, Schinken und Minze

Was Ihr braucht...
500 g kurze Pasta (Trecchine, Conchiglie oder ähnliches)
10 Scheiben Schwarzwälder Schinken (= ca. 150 g)
alternativ geht auch ein würziger Kochschinken
100 g Parmesan
2 EL Creme fraiche
200 ml Milch
125 ml Schlagobers
Saft von einer Zitrone
300 g Tiefkühlerbsen
Olivenöl
Minzeblätter

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Das Nudelwasser aufsetzen, den Schinken klein schneiden und den Parmesan reiben.

Als nächstes eine große Pfanne erhitzen, etwas Olivenöl in die Pfanne und den Schinken für ca. 3 Minuten anbraten. Die tiefgekühlten Erbsen dazu geben und für weitere 2 Minuten unter ständigem Umrühren anbraten. Dann das Creme fraiche, die Milch, das Schlagobers, den Zitronensaft und den Parmesan dazu geben und die Hitze auf maximal ein Drittel reduzieren. Das Ganze dann für ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Salz ist bei diesem Rezept normalerweise nicht notwendig, da der Schinken und der Parmesan schon für ausreichend Salz sorgen. Bei Bedarf könnt Ihr aber natürlich nachsalzen.

Während die Sauce vor sich hinköchelt, die Pasta al dente kochen und die Minzeblätter klein schneiden. Wenn die Pasta fertig ist, abseihen, dabei etwas Nudelwasser auffangen und dann die heisse Pasta und die Minze in der Pfanne mit der Sauce vermischen.

Wenn euch die Sauce jetzt noch zu dick ist, einfach etwas Nudelwasser zur Sauce geben.

Bei uns kommt dann eigentlich immer gleich der ganze Topf auf den Tisch und jeder bedient sich solange er will und vor allem kann...;-)

Solltet Ihr übrigens zum Beispiel zufälliger Weise noch ein paar Zucchini übrig haben, passen die auch sehr gut dazu. Einfach klein schneiden und gemeinsam mit dem Schinken in der Pfanne anbraten.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und Geniessen.

Bis denne,

Bene

Freitag, 4. Mai 2012

Bens Tramezzini - Italian & Austrian style

Meine Lieben,

und wieder einmal habe ich ein kleines neues Projekt am Laufen...;-)

Seit einigen Wochen bereits ich immer am Mittwoch für mich, meine Frau und zwei Ihrer Kolleginnen einen "lunch to go" vor. Und dabei gibt es eigentlich nur drei Vorgaben. Es muss ein kaltes Essen sein, das ich schnell zubereiten kann und das darüber hinaus natürlich auch noch gut schmecken sollte.

Bis jetzt habe ich unter anderem den Reissalat, den Kichererbsensalat, einmal die Wraps, einen Pastasalat und diese Woche eben meine Tramezzini gemacht.

Und nun ist es ja nicht so, dass Tramezzini an sich so sensationell neu oder kochtechnisch spannened wären, aber es soll ja in meinem Blog auch darum gehen euch neue Ideen zu liefern.

Und abgesehen davon schmecken sie einfach auch unglaublich gut.

Tramezzinibrot gibt es inzwischen übrigens in fast jedem Supermarkt. Ich nehme immer die doppelt Großen, aus denen man vier Dreiecke heraus bekommt.

Und eine etwas gesündere Variante ist zum Beispiel Dinkeltoastbrot. Das gibt es mittlerweile in einigen Reformkosthäusern oder zum Beispiel bei der Biobäckerei Waldherr.

Nun aber wieder mal genug geschwaffelt. Hier also die Rezepte zu...

Bens Tramezzini - Italian style

Was Ihr braucht...
2 Scheiben Tramezzini Brot
2 EL Ricotta
2 Scheiben Mortadella
1 Mozzarella
2 TL Pesto genovese
1 Handvoll Ruccola

Ergibt eine Portion und dauert 5 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 5 Minuten.

Und so gehts....
Den Mozzarella in möglichst dünne Scheiben schneiden. Ricotta auf eine Scheibe Tramezzinibrot verstreichen und dann, in dieser Reihenfolge, mit Mortadella, Pesto, Mozzarella und Ruccola belegen. Die zweite Scheibe oben drauf, einmal andrücken und in vier gleich große Dreiecke schneiden.

Bens Tramezzini - Austrian style

Was Ihr braucht...
2 Scheiben Tramezzini Brot
2 EL Frischkäse mit Kren
2 Scheiben Beinschinken
2 Scheiben Emmentaler
1 EL Mayonäse
1 EL Estragonsenf
2 Blätter Eisbergsalat

Ergibt eine Portion und dauert 5 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 5 Minuten.

Und so gehts....
Frischkäse auf eine Scheibe Tramezzinibrot verstreichen und dann, in dieser Reihenfolge, mit Schinken, Mayonäse, Senf, Emmentaler und Eisbergsalat belegen. Die zweiten Scheibe oben drauf, einmal andrücken und in vier gleich große Dreiecke schneiden.

Und da ich mit den letzen beiden Einträgen auch gleich zwei neue Projekte vorgestellt bzw. angefangen habe, habe ich auch folgerichtig die beiden neue Kategorien "To Go" und "Typisch Wien" hinzu gefügt.

Ich wünsche wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und Geniessen.

Bis denne,

Bene


Mittwoch, 2. Mai 2012

Rindsgulasch frei nach Plachutta

Meine Lieben,

ich hatte ja eigentlich schon längere Zeit den Plan, mich verstärkt den Klassikern der Wiener Küche zu widmen. Unter anderem auch deshalb, weil meine Frau der nicht ganz unrichtigen Meinung ist, dass wer kocht, auch die Klasiker der eigenen regionalen Küche beherrschen sollte.

Und dann waren wir unlängst bei guten Freunden im Waldviertel zu Besuch, die uns ein sagenhaftes Gulasch aufgetischt haben.

Und als ob das noch nicht als Motivation gereicht hätte, hatte der Biohof Adamah dann auch noch letzte Woche wunderbares Rindfleisch im Angebot.

Also Rindfleisch bestellt, Plachutta befragt und los gings...

Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwar gerne bei Plachutta essen gehe (am liebsten im Grünspan), seinen Rezepten aber nie so ganz punktgenau folgen kann. Und zwar nicht verständnismäßig, das bekomme ich schon hin, sondern geschmacklich...;-)

Und so habe ich auch dieses Mal ein paar Zutaten ergänzt. Insbesondere durch den Zucker und den Orangensaft schmeckt meine Gulaschvariante etwas milder als die Originalversion, die mir persönlich doch etwas zu bodenständig daher kommt.

Hier also meine Variante eines...

Rindsgulasch frei nach Plachutta

Was Ihr braucht...
1 kg gutes Bio Rindfleisch (z.B. Hinteres oder Vorderes Ausgelöstes)
900 g Zwiebeln
4 EL Paprikapulver, edelsüß
100 ml Orangensaft
3 EL Öl
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
1 EL Ketchup
1 EL Zucker
1 TL Cummin (Kreuzkümmel gemahlen)
2 EL Majoran, getrocknet
Schale von einer Bio Zitrone
Ein paaar Spritzer Essig
1 Liter Wasser
Salz

Ergibt 6 Portionen und dauert 2 1/2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.

Und so geht es...
Zwiebel schälen und klein schneiden. Eine Pfanne erhitzen, das Öl dazu geben, heiß werden lassen und dann die Zwiebel bei großer Hitze glasig anschwitzen. Das Paprikapulver dazu geben und mit ein paar Spritzern Essig ablöschen. Dann etwas 1/2 Liter Wasser und den Orangensaft zugeben, die Zwiebel weitere 10 weich dünsten und in einem Mixer pürieren.

Das Fleisch von Sehnen, Häuten und Fett befreien, würfelig schneiden und gemeinsam mit den Zwiebeln, dem Tomatenmark, dem Ketchup, dem gepressten Knoblauch, den geriebenen Zitronenschalen und dem restlichen Wasser in einen ausreichend großen Topf geben und würzen. Ich habe übrigens ungefähr 4 TL grobes Meersalz dazu gegeben, aber das liegt wie immer in eurem Ermessen.

Das Gulasch sollte dann für ca. 2 Stunden leicht wallend mit Deckel köcheln. Die Konsistenz des Safts könnt Ihr mit etwas zusätzlichem Wasser oder mit etwas Mehl ganz eurem eigenem Geschmack anpassen.

Als Beilage haben wir Semmelknödel gegessen. Waldviertler Kartoffelknödel oder Spätzle eignen sich aber natürlich mindestens genau so gut.

Und sollte euch am Ende etwas von dem wunberbaren Saft übrig bleiben, macht damit einfach nochmal die ebenso klassischen wie guten Würstel im Saft.

Ich hoffe euch schmeckt meine Gulaschvariante genau so gut wie uns und wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und Geniessen.

Bis denne,

Bene


Donnerstag, 5. April 2012

Hühner Tajine

Meine Lieben,

vor ein paar Wochen habe ich euch ja das Rezept zu meinem Hühner Tajine versprochen und nun komme ich auch endlich dazu es online zu stellen.

Eigentlich sollte man ja Tajine Gerichte in einem der traditionellen marokkanischen Tajine Schmortöpfe zubereiten, aber ich muss dazu sagen, dass ich erstens einen solchen Topf nicht besitze und mich zweitens überhaupt erst ein Kochbuch für Cocottes auf die Idee gebracht hat ein Tajine auszuprobieren.

Und was bitte sollen jetzt Cocottes ein, werdet Ihr euch vielleicht fragen?

Die Cocottes stammen eigentlich aus Frankreich und sind im Prinzip ofenfeste Töpfe aus feuerfestem Steinzeug in leuchtenden Farben oder aus Gusseisen. Ich habe vor ungefähr einem Jahr eben solche Cocottes in der Mini Ausführung für eine Portion und in der etwas größeren Variante für 2 Portionen geschenkt bekommen und muss sagen, dass ich inzwischen wirklich sehr zu schätzen gelernt habe.

Vorallem deshalb weil das schmoren mit den Cocottes einen unglaublichen Geschmack bei relativ wenig Aufwand zaubert. Alternativ könnt Ihr aber natürlich auch jeden ofenfesten Topf  mit Deckel verwenden.

Nun aber genug der grauen Theorie. Hier das Rezept zum wunderbaren

Hühner Tajine

Was Ihr braucht...
500 g Hühnerfleisch
4 getrocknete Pflaumen
4 getrocknete Marillen
4 Lorbeerblätter
1 Zwiebel mittelgroß
1 Stange Sellerie (wenn gewünscht)
1 Paprika
2 TL gemahlenen Kreuzkümmel
6 El Agavensirup (oder Honig)
4 EL Olivenöl extra vergine
1 TL gemahlener Koriander
ca. 300 ml Wasser
Salz & Pfeffer

Ergibt 4 Portionen und dauert 110 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen. Paprika entkernen, Zwiebel schälen und beides klein schneiden. Ebenso das Hühnerfleisch, die Stangensellerie, Pflaumen und Marillen klein schneiden.

Danach alles in eine große Schüssel geben und mit dem Agavensirup und dem Olivenöl vermischen. Mit Kreuzkümmel, Koriander, etwas Salz und Pfeffer würzen und nocheinmal ordentlich durchmischen.

Die Mischung dann auf die Cocottes verteilen (bei mir sind es 2 Cocottes á 2 Portionen) und jeweils 2 Lorbeerblätter und ca. 150 ml Wasser in jeden Topf geben.

Nun nur noch mit Deckel für 90 Minuten auf mittlerer Höhe im Backrohr schmoren lassen. 

Kurz vor Ende der Garzeit noch schnell eine Beilage zubereiten. Apropos schnell. Ich empfehle euch dazu Couscous. Der schmeckt wunderbar und die Zubereitung dauert keine 5 Minuten...;-) Ich lasse den Couscous übrigens immer in etwas Gemüsebrühe quellen, so schmeckt er gleich noch ein Stück besser.

Sollte euch nach Ende der Garzeit etwas zu wenig Flüssigkeit übrig geblieben sein, nicht verzweifeln sondern einfach etwas Wasser in die heissen Töpfe geben und ordentlich umrühren...;-)

Und dann einfach nur genießen!


In diesem Sinne,


Bis denne,


Bene