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Freitag, 31. Mai 2013

Holunderblütensirup, selbstgemacht


Meine Lieben,

das es sich bei diesem Rezept um ein reines Protestverhalten gegen das momentane Wetter handelt, hören jetzt bitte mal alle Diabetiker oder "Diabetes-Gefährdeten-Menschen" auf zu lesen. Danke!

Es begab sich nämlich wie folgt...
Letztes Wochenende haben wir versucht dem Wetter zu trotzen und einen Spaziergang gleich bei uns ums Eck im Lainzer Tiergarten zu machen. Erwachsene zu Fuß, Kinder mit Lauf- bzw. Fahrrad. Aber um ehrlich zu sein, hat das Wetter unseren Trotz absolut ignoriert. Also sind wir nicht sehr weit gekommen, bevor wir wieder die Lust verloren haben. Aber immerhin sind wir weit genug gekommen, um an einem, ihr glaubt es kaum (!), blühenden Holunderbusch vorbei zu kommen. Und da hab ich mir gedacht, wenn schon das Wetter nicht frühlingshaft, geschweige denn sommerlich ist, kann ich ja zumindest einen Sirup machen, der mich beim Trinken an "draußen sitzen beim Heurigen" erinnert...;-)

Daher hier also das Protestrezept zu meinem...

Holunderblütensirup, selbstgemacht

Was Ihr braucht...
1 Liter Wasser
10-15 blühende Holunderdolden
1 kg Zucker
1 Zitrone
1 Portion Geduld

Ergibt ca. 1,5 Liter Holunderblütensirup und dauert 30 Minuten plus 2 Tage Wartezeit bei einem Arbeitsaufwand von 10 Minuten.

Und so gehts...

Holunderblütendolden von eventuellen Insekten reinigen und in einem Liter Wasser abgedeckt ca. 48 Stunden ziehen lassen. Ich habe die Blüten übrigens einfach ausgeschüttelt. Bitte nicht unter fließendem Wasser waschen, denn so verlieren die Blüten zu viel Geschmack.


2 Tage später das Wasser durch ein mit einem Melamin- oder Küchentuch bedecktes Sieb gießen und die Blüten dann nochmals ordentlich ausdrücken. Die Zitronen ebenfalls über dem Sieb auspressen. Dann das Holunderblüten-/Zitronenwasser mit einem Kilo Zucker einmal kurz aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Während dessen ausreichend verschließbare Flaschen im Backrohr bei 100 Grad Umluft mit Deckel (!) für ca. 10 Minuten sterilisieren.

Zu guter Letzt den noch heißen Sirup in die ebenfalls noch heißen Flaschen füllen, verschließen und abkühlen lassen.

Wenn die Flaschen  wirklich gut sterilisiert sind, sollte der ungeöffnete Sirup ungefähr ein Jahr halten. Nach dem Öffnen hält sich der Sirup ca. 3 Wochen im Eiskasten.

In kleine Flaschen abgefüllt, ist der Holunderblütensirup übrigens auch ein wirklich nettes Gastgeschenk bei Besuchen jeder Art...;-)

In vielen Rezepten wird übrigens Zitronensäure (erhältlich in der Apotheke) statt der Zitronen verwendet, aber irgendwie will ich keine chemischen Zutaten in einem Sirup haben den meine Kinder, soviel kann ich schon jetzt sagen mit Begeisterung trinken.

Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren und genießen!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 28. März 2013

Schneller Linseneintopf

Meine Lieben,

Ostern naht, die Kochmagazine überschlagen sich wie jedes Jahr mit tollen Menüvorschlägen und Ideen für die Osterfeiertage und sicherlich rauchen auch eure kleinen grauen Zellen schon...;-)

Da wir allerdings das Glück haben zu Ostern von unseren Stammfamilien ;-) bewirtet zu werden, werde ich euch die Entscheidung was Ihr kocht nicht mit zusätzlichen Vorschlägen erschweren.

Ganz im Gegenteil. Denn wenn Ihr für die Feiertage motiviert wie Johann Lafer aufgekocht habt, dann habt Ihr euch wirklich ein schnelles, einfaches und trotzdem so unglaublich gutes Rezept für die Tage danach verdient!


And here we go...

Schneller Linseneintopf

Was Ihr braucht...
1/2 Stange Porree
2 EL Pflanzenöl
100 g Speckwürfel
300 g Rote Linsen
1 L Gemüsebrühe
1 TL getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
4 Putenfrankfurter
1 Handvoll frische Dille, Ersatzweise Petersilie oder Schnittlauch

Ergibt 4 Portionen und dauert 20 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 15 Minuten.

Und so gehts...
Den Lauch  halbieren, gründlich waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne oder einem beschichteten Topf erhitzen und darin die Speckwürfel bei mittlerer Hitze für ca. 3 Minuten hellbraun anbraten. Den Lauch und die Linsen dazu geben und für ca. 2 Minuten anbraten.

Dann die Gemüsebrühe, den Majoran und das Lorbeerblatt dazu geben und für ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist und die Linsen weich sind. Während dessen die Würstchen klein schneiden und 2 Minuten vor Ende der Kochzeit zugeben.

Zu guter Letzt die Dille klein schneiden, das Lorbeerblatt entfernen und den Eintopf mit der Dille bestreut servieren.

Ich kann nur sagen, probiert diesen Seelenschmeichler aus. Es zahlt sich wirklich aus!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Osterfest. Und bitte lasst euch nicht stressen, sondern versucht zu genießen!

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 21. Februar 2013

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Meine Lieben,
 
nachdem der Winter momentan ja einfach nicht gewillt ist sich zu verziehen (und das obwohl ich mir das schon so sehr wünsche!), gibt es heute wieder einmal etwas Wärmendes und Deftiges...

Ich habe ja bereits ein Gulaschrezept hier auf bensopenkitchen gepostet, wir essen aber mindestens genau so gerne Erdäpfelgulasch. Und ja meine lieben deutschen Leser, ihr könnt es natürlich auch Kartoffelgulasch nennen. Mir aber haben meine Eltern beigebracht, dass es Erdäpfel und nicht Kartoffel heißt und deshalb heißt es dann folgerichtig auch Erdäpfelgulasch...;-)

Frei nach Plachutta ist das Rezept übrigens deshalb weil ich, wie schon so oft bei der Guten Küche von Plachutta grundsätzlich dem Rezept gefolgt bin. Aber eben nur Grundsätzlich...

Hier also das Rezept zu meinem

Erdäpfelgulasch frei nach Plachutta

Was Ihr braucht...
1 kg Erdäpfel, festkochend (z.B. Ditta)
2 EL Apfelessig
2 große Zwiebel
2 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Liter Gemüsesuppe
1 EL Majoran, getrocknet
1 EL Creme fraiche
400 g Putenfrankfurter
Salz & Pfeffer nach Geschmack

Ergibt 4 Portionen und dauert 50 Minuten bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten...

Erdäpfel waschen, schälen und würfelig schneiden. Das in Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, während dessen die Zwiebel schälen und klein schneiden und dann in der Pfanne für 5 Minuten glasig anschwitzen.

Dann das Paprikapulver mit den Zwiebeln vermischen und mit dem Apfelessig ablöschen. Wenn der Apfelessig verdunstet ist mit der Suppe aufgießen und die Erdäpfel, den Majoran und den Knoblauch dazu geben. Hitze reduzieren und für ca. 30 Minuten mit Deckel köcheln lassen bis die Erdäpfel weich sind.

10 Minuten vor Ende der Kochzeit die Putenfrankfurter in dünne Scheiben schneiden, gemeinsam mit dem Creme fraiche zum Gulasch geben und bei Bedarf noch einmal nachwürzen.

Als Beilage hatten wir dazu übrigens einen wunderbaren Chinakohlsalat mit einem Apfelessigdressing. Yummie!

Und solltet ihr Interesse an weiteren Erdäpfel-/Kartoffelrezepten haben, dann empfehle ich euch bei dem Küchenplausch - Event "Kartoffel - Köstlichkeit aus dunkler Erde" vorbei zu schauen. Einfach den Banner oben anklicken und hoffentlich viele spannende neue Rezepte entdecken.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und Genießen mit euren Lieben!

Bis denne,

Bene

Mittwoch, 2. Mai 2012

Rindsgulasch frei nach Plachutta

Meine Lieben,

ich hatte ja eigentlich schon längere Zeit den Plan, mich verstärkt den Klassikern der Wiener Küche zu widmen. Unter anderem auch deshalb, weil meine Frau der nicht ganz unrichtigen Meinung ist, dass wer kocht, auch die Klasiker der eigenen regionalen Küche beherrschen sollte.

Und dann waren wir unlängst bei guten Freunden im Waldviertel zu Besuch, die uns ein sagenhaftes Gulasch aufgetischt haben.

Und als ob das noch nicht als Motivation gereicht hätte, hatte der Biohof Adamah dann auch noch letzte Woche wunderbares Rindfleisch im Angebot.

Also Rindfleisch bestellt, Plachutta befragt und los gings...

Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwar gerne bei Plachutta essen gehe (am liebsten im Grünspan), seinen Rezepten aber nie so ganz punktgenau folgen kann. Und zwar nicht verständnismäßig, das bekomme ich schon hin, sondern geschmacklich...;-)

Und so habe ich auch dieses Mal ein paar Zutaten ergänzt. Insbesondere durch den Zucker und den Orangensaft schmeckt meine Gulaschvariante etwas milder als die Originalversion, die mir persönlich doch etwas zu bodenständig daher kommt.

Hier also meine Variante eines...

Rindsgulasch frei nach Plachutta

Was Ihr braucht...
1 kg gutes Bio Rindfleisch (z.B. Hinteres oder Vorderes Ausgelöstes)
900 g Zwiebeln
4 EL Paprikapulver, edelsüß
100 ml Orangensaft
3 EL Öl
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
1 EL Ketchup
1 EL Zucker
1 TL Cummin (Kreuzkümmel gemahlen)
2 EL Majoran, getrocknet
Schale von einer Bio Zitrone
Ein paaar Spritzer Essig
1 Liter Wasser
Salz

Ergibt 6 Portionen und dauert 2 1/2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.

Und so geht es...
Zwiebel schälen und klein schneiden. Eine Pfanne erhitzen, das Öl dazu geben, heiß werden lassen und dann die Zwiebel bei großer Hitze glasig anschwitzen. Das Paprikapulver dazu geben und mit ein paar Spritzern Essig ablöschen. Dann etwas 1/2 Liter Wasser und den Orangensaft zugeben, die Zwiebel weitere 10 weich dünsten und in einem Mixer pürieren.

Das Fleisch von Sehnen, Häuten und Fett befreien, würfelig schneiden und gemeinsam mit den Zwiebeln, dem Tomatenmark, dem Ketchup, dem gepressten Knoblauch, den geriebenen Zitronenschalen und dem restlichen Wasser in einen ausreichend großen Topf geben und würzen. Ich habe übrigens ungefähr 4 TL grobes Meersalz dazu gegeben, aber das liegt wie immer in eurem Ermessen.

Das Gulasch sollte dann für ca. 2 Stunden leicht wallend mit Deckel köcheln. Die Konsistenz des Safts könnt Ihr mit etwas zusätzlichem Wasser oder mit etwas Mehl ganz eurem eigenem Geschmack anpassen.

Als Beilage haben wir Semmelknödel gegessen. Waldviertler Kartoffelknödel oder Spätzle eignen sich aber natürlich mindestens genau so gut.

Und sollte euch am Ende etwas von dem wunberbaren Saft übrig bleiben, macht damit einfach nochmal die ebenso klassischen wie guten Würstel im Saft.

Ich hoffe euch schmeckt meine Gulaschvariante genau so gut wie uns und wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachkochen und Geniessen.

Bis denne,

Bene


Freitag, 11. Februar 2011

Rindsuppe - schnell & köstlich

Hallo zusammen,

aufmerksame Leser meines Blogs könnten das heutige Rezept schon kennen...;-)

Denn ursprünglich hatte dieser Post mal einen anderen Namen. Und zwar "Rindsuppe - die einzig Wahre und Echte".

Aber wie es eben so ist, bedeutet Leben ja auch (und vor allem) Veränderung...

Ich habe mir ja schon in meinem ursprünglichen Post Gedanken zum Titel "die einzig Wahre und Echte" gemacht. Und dann hat mich ein letztens ein anonymer Poster darauf hingewiesen, dass "die einzig Wahre und Echte Rindsuppe" ja wohl sicherlich nicht mit Rindsuppenwürfeln gemacht werden kann. Und diesem Gedanken kann ich inzwischen auch einiges abgewinnen. 

Insbesondere nach meiner Erfahrung mit meinem gekochten Meisel, bei dem die Suppe ganz ohne Schnellkochtopf und Geschmacksverstärker sensationell gut geworden ist. Nur braucht man dafür aber eben sehr, sehr, sehr viel Zeit und die hat man leider nicht immer...;-)

Und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, dieses Rezept umzubennen und nochmal unter einem neuen, zutreffenderen Titel zu posten.

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an den anonymen Poster für die Anregung und für den Beweis, das sich kommentieren auf bensopenkitchen durchaus lohnen kann...;-)

Hier also meine neue (alte)...

Rindsuppe - schnell & köstlich


Was Ihr braucht:
1/2 Kilo Rindsuppenknochen
1 Bund Suppengrün
4 Rindsuppenwürfel
4 Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel mit Schale
Einen Schuss Sherry
Salz
Pfeffer
Suppenbeilage nach Wahl
Schnittlauch

Ergibt ca. 3 1/2 Liter Suppe und dauert eine Stunde bei einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten.

Und so gehts...
2 Liter Wasser, Rindsuppenkochen, Suppengrün (Karotten und Rüben vorher schälen), Zwiebel mit Schale, geschälte Knoblauchzehe, Lorbeerblätter und 2 Rindsuppenwürfel in einen Schnellkochtopf geben und erhitzen. Wenn der Topf den maximalen Druck erreicht hat, 15 Minuten lang kochen lassen.

Danach Suppe abgiessen, Karotten und Rüben aus dem Suppenresten herausnehmen und kalt stellen. Weitere 2 Liter Wasser, 2 Rindssuppenwürfel und ein Stamperl Sherry dazu, nach Geschmach salzen und pfeffern und für 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Beilage, geschnittene Karotten und Rüben, sowie Schnittlauch erst am Teller zur Suppe geben.
 
Meines Erachtens braucht diese schnelle Suppe keinen Vergleich zu scheuen und beweist wie gut auch schnell gekocht schmecken kann.

Viel Spaß also beim Ausprobieren und Geniessen!

Bis denne,

Bene

Samstag, 1. Januar 2011

Rindfleischsalat, gebunden

Hallo zusammen,

zuerst einmal willkommen im neuen Jahr! Ich hoffe Ihr habt gut gegessen, gut gefeiert und seid gut "gerutscht".

Allerdings habe ich an dieser Stelle noch einen Nachtrag aus dem letzten Jahr. Bei unserem weihnachtlichen Tafelspitz ist uns nämlich etwas Rindfleisch übrig geblieben, also haben wir uns auf die Suche nach einem "Restlessen" gemacht und meine Frau hat dann diese Idee nette Idee ausgegraben.

Das Rezept hat sie übrigens stilecht und zum Tafelspitz-Rezept passend aus der guten Küche von Plachutta.

Hier also mein...

Rindfleischsalat, gebunden

Was Ihr braucht...
250g Rindfleisch, gekocht
1 rote Paprika
100g Essiggurken
150g Mayonäse (25% Fett)
2 EL Ketchup
8 Salatblätter (z.B. Eisberg Salat)
2 Eier
4 Tomaten
Salz & Pfeffer

Dauert ca. 20 Minuten und ergibt 4 Portionen.

Und so gehts...
Eier hart kochen. Während dessen das Rindfleisch, die Paprika und die Essiggurken klein schneiden. Ketchup und Mayonäse vermischen und zu der Rindfleischmischung geben. Salzen und pfeffern.

Salatblätter und Tomaten waschen und pro Portion 2 Salatblätter auf einen Teller geben. Den Rindfleischsalat auf den Salatblättern anrichten und mit jeweiels einem halben in Scheiben geschnittenen Ei sowie einer in Scheiben geschnittenen Tomate garnieren.

Wir haben den Salat ganz klassisch mit Vollkornbrot mit Ricotta bzw. Butter gegessen und es war ein echt gutes und vor allem leichtes Zwischengericht zwischen den doch meist eher üppigen Festtagsessen...

Auch 2011 wünsche ich euch, wie immer an dieser Stelle viel Spaß beim Nachkochen und gutes Gelingen.

Bis denne,

Bene

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Gekochtes mageres Meisel (à la Plachutta)

Hallo zusammen,

kurz vor der Geburt von Munkepunk, dem Zwerg waren meine Frau und ich bei einer Institution der Wiener Küche essen. Und zwar beim Plachutta in Hietzing...

Und was haben wir gegessen? Natürlich einen Tafelspitz! Und der war echt hervorragend, bombastisch und einfach nur supergut, aber auch recht teuer.

Nach dem Essen habe ich dann den Beschluss gefasst, dass das was der Plachutta kann, der Bene wohl auch können wird. Allerdings habe ich für den ersten Versuch nicht gleich einen sauteuren Tafelspitz, sondern ein etwas günstigeres mageres Meisel gekauft.

Und wie ist es nun geworden, wollt Ihr nun sicherlich wissen...?

Echt hervorragend, bombastisch und einfach nur super gut, aber eben nicht halb so teuer wie beim Plachutta...;-)

Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, das mal selber auszuprobieren. Es geht eigentlich total einfach, ist ein leichtes und gesundes Essen und macht echt was her....


Apropos empfehlen. Wirklich zu empfehlen ist auch das Kochbuch "Die gute Küche - Das österreichische Jahrhundertkochbuch" von Plachutta & Wagner. Der Name ist hier wirklich Programm!

Hier also das Rezept...

Gekochtes mageres Meisel (à la Plachutta)

Was Ihr braucht...
1 große Zwiebel mit Schale
400 g Wurzelwerk (gelbe Rüben, Karotten, Sellerieknolle, Petersilwurzel)
1/2 kg mageres Meisel
1/4 kg Rindfleischknochen
2 Liter Wasser
8 Pfefferkörner
1 Zweig Rosmarin (bei Plachutta Liebstöckel)
Schnittlauch
Salz

Ergibt 2 Portionen und dauert 3 1/2 Stunden bei einem Arbeitsaufwand von 20 Minuten.

Und so gehts...
Zwiebel mit Schale halbieren und mit den aufgeschnittenen Seiten in einer beschichteten Pfanne ohne Öl (!) bei großer Hitze anbraten bis sie fast schwarz sind.
 

Das Wasser aufsetzen und die Zwiebel, die Pfefferkörner, den Rosmarin, die Rinderknochen und das Fleisch dazugeben. Einmal aufkochen lassen, den Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen
und dann für mindestens 3 Stunden auf kleiner Flamme mit Deckel köcheln lassen. Gelegentlich Schaum abschöpfen.
 

Während dessen die Karotten und die Rüben schälen und ungefähr eine Stunde vor Ende der Kochzeit mit dem Wurzelwerk in den Topf geben.
 

Ich habe das Meisel für 3 1/2 Stunden köcheln lassen und das Fleisch war dann so wunderbar weich, dass es schon fast auseinander gefallen ist, wenn man es einmal nur böse angeschaut hat....;-)
 

Zu guter Letzt die Suppe abgiessen, das Fleisch, die Karotten und die Rüben in Scheiben schneiden und alles in der Suppe mit etwas frischem Schnittlauch garniert in einer Stielkasserole servieren.

Da nach den 3 1/2 Stunden nur mehr ca. 1/3 der Suppe vorhanden ist, könnte man die Suppe auch noch mit 1/2 Liter Wasser und einem Rindssuppenwürfel strecken.
 
Als Beilagen haben wir einen, ich gebe es zu (!) nicht selbst gemachten Apfelkren, eine sehr wohl selbst gemachte Schnittlauchsoße (3/4 Creme fraiche, 1/4 Joghurt, Schnittlauch & Salz), sowie Stangensellerie mit Ziegenkäse überbacken gegessen. Das Rezept zum Stangensellerie findet Ihr hier.

Wie schon erwähnt, bitte, bitte, bitte traut euch mal an einem verregneten oder verschneiten Wochenende über dieses wunderbare Essen. Ihr werdet dafür reichlich belohnt werden...;-)

In diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren und vorallem beim Staunen und Geniessen.

Bis denne,

Bene